Showcases by KPS Innovation Campus – IoT, 3D-Druck, Machine Learning und Augmented Reality

Im KPS Innovation Campus finden die KPS Mitarbeiter den erfinderischen Raum, um innovative Ideen gepaart mit spezifischen Fachkenntnissen gemeinsam in vorzeigbare Lösungen umzusetzen. Das gewonnene Know-How fließt dann in Kundenprojekte zurück. Die Teamleiter des KPS Innovation Campus, Florian Reimann und Jan Blumbach, haben hierfür die Methode „Discover – Develop – Deliver“ entwickelt.
Kirstin Neuberg aus dem Marketing hat mit den beiden über ihre aktuellsten Showcases gesprochen.

Die digitale Woche Dortmund – diwodo – hat 2019 bereits zum dritten Mal stattgefunden. Bei der Eröffnung wurde gesagt, dass alles schneller wird – nicht nur das Internet oder digitale Prozesse. Verbindungen, ob digitaler oder gemeinschaftlicher Natur, werden komplexer. Welchen Showcase habt ihr am KPS-Stand gezeigt und welches komplexe Problem hat euch dabei beschäftigt?

Jan Blumbach: Wir haben dort unseren Case “Machine prints E-Commerce” vorgestellt. Die zwei zentralen Schlüsselbegriffe dabei waren E-Commerce und additive Fertigung – zusätzlich haben wir die Mega-Trends Nachhaltigkeit und Individualisierung  in unsere Idee einfließen lassen.
Genau das steht nämlich am Anfang eines neuen Projekts des Innovation Campus: Was ist Trend, was hat für uns und unsere Kunden Relevanz, und welches Problem wollen wir lösen? Für die diwodo19 stellten wir uns die Frage: Wie kann Produktion “on-demand” funktionieren?

Florian Reimann: Bei „Machine prints e-commerce“ hat uns ein witziges Detail dabei geholfen, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen: Unser 3D-Drucker verzierte Visitenkarten mit dem Schriftzug der #diwodo. Dabei ist die entwickelte Architektur hinter dem 3D-Drucker das eigentlich interessante Detail: Sie lässt sich anpassen und für verschiedenste andere Einsatzgebiete programmieren. Ob sie von einem 3D-Drucker genutzt wird oder von einer CNC-Fräse, die über eine Schnittstelle angesprochen wird, ist unserer Architektur egal. Den vollständigen Showcase „Machine prints e-commerce“ kann man im KPS Design Center in Dortmund sehen.

Jan Blumbach (Mitte) und Florian Reimann (rechts) vom KPS Innovation Campus – EuroCIS 2019

Könnt ihr den Showcase „Machine prints eCommerce“ noch einmal etwas genauer ausführen?

Florian Reimann: Wir haben einen defekten Akkuschrauber und möchten diesen gerne reparieren, statt ihn einfach zu entsorgen. Wir gehen also in den Online-Shop, in dem wir das Produkt gekauft haben und suchen uns das passende Ersatzteil aus, in unserem Fall ein kleines Zahnrad. Anschließend bestellen wir es ganz normal über den Online-Shop. Das interessante dabei ist, dass es das Ersatzteil zu diesem Punkt ja noch gar nicht physisch gibt. Erst mit der Bestellung wird ein Fertigungsauftrag mittels 3D Drucker ausgelöst. Der Kunde wird mittels Chatbot über den aktuellen Produktionsstatus in Echtzeit informiert und kann live bei der Entstehung des Produktes dabei sein.
Am Ende sehen wir eine Nachricht über die abgeschlossene Fertigung und die Bereitstellung zum Versand – oder wir werden benachrichtigt, das Produkt abzuholen.

Kann Produktion durch 3D-Drucker in der Zukunft praktikabel werden?

Jan Blumbach: Es ist für uns vorstellbar, dass 3D-Drucker-Farmen Produkte anfertigen, ähnlich dem Vorgang bei einer Fotodruckstation. Diese Praxis könnte schon bald Standard sein.

Der große Vorteil: Es können Ersatzteile on-Demand produziert werden, um damit ein defektes Bauteil zu ersetzen. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben Produkte damit ein längeres Leben.
Ein Beispiel eines Start-Ups aus dem Fashionbereich: Kunden bestellen individualisierte Muster, die dann on-Demand produziert werden – die Daten werden an die Maschinen übermittelt und das Kleidungsstück wird nach den individuellen Wünschen der Kunden produziert.
Ein on-Demand-angefertigtes Einzelstück, das nicht unnötig Ressourcen verbraucht und zudem Ausdruck unserer Individualität ist, zeigt einen neuen unternehmerischen Ansatz: Den “Sale” muss es so nicht mehr geben – Produktion findet in diesem Fall “on-Demand” statt.

Ihr seid auch bei der #diwodo18 dabei gewesen – was war da euer Thema?

Florian Reimann: Das „Internet of Things“ hatten wir kurzerhand zum „Internet of Beer“ umgetauft – ein Tisch mit integriertem Gewichtssensor sorgt für die nächste Bestellung, sobald das Bier leer ist. Der Chatbot informiert die mobilen Endgeräte an der Bar, wenn ein neues Bier am Tisch benötigt wird.  Für die Umsetzung im interdisziplinären Team haben wir von der Idee bis zum fertigen Tisch nur vier Wochen benötigt, denn „Wir in Dortmund sind Macher“, die Dinge schnell anpacken und in Problemlösungen denken. 

Showcase “Internet of Beer” innerhalb der #diwodo18

Ihr habt ja auch kürzlich bei der Euroshop 2020, der weltgrößten Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, ein neues Projekt gezeigt?

Jan Blumbach: Für die Euroshop 2020 hatten wir einen „Augmented Reality Food Assistant“ entwickelt – die App kann Lebensmittel nach Inhaltsangaben sortieren. Dabei identifiziert sie die Produkte und hebt sie optisch hervor, auf Grundlage der vom Nutzer gesetzten Filter. Das können zum Beispiel Geschmacksrichtungen, aber auch Inhaltsstoffe sein. Das ist ein sehr wirkungsvoller zusätzlicher Service für Kunden, die Allergene oder Unverträglichkeiten ausschließen möchten oder müssen. Natürlich können Kunden auf diese Art Produkte auch auf bestimmte Vorlieben filtern.
Florian Reimann:
Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit, und der Bedarf an Transparenz in der Produktherstellung, stehen für Kunden immer mehr im Vordergrund. Mit dem AR Food Assistant können Lebensmittelhändler die Auswahl und zudem den Einkaufsprozess kundenfreundlicher gestalten, und damit – zumindest für eine gewisse Zeit – einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Der Showcase ist auf großes Interesse gestoßen, und wir diskutieren aktuell weitere Anwendungsfälle dieser Technologie im Retail und HealthCare-Bereich.
Aber was wir als Showcase bei der diwodo20 im November zeigen werden, haben wir noch nicht entschieden!

Showcase „Augmented Reality Food Assistant“ auf der Euroshop 2020

Wir bedanken uns für das Interview und die vielen spannenden Infos! Wer mehr erfahren möchte, kann demnächst im Blog der KPS mehr über den Innovation Campus lesen.

Über KPS

KPS gehört zu den führenden Beratungspartnern für digitale Transformationsprojekte, sei es für den sogenannten Digital Core – die Waren- und Filialwirtschaft – oder für E-Commerce oder E-Business sowie digitales Marketing und Sales.

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