Von „Guugeln“ und Medien-Tieren

Von „Guugeln“ und Medien-Tieren

Neue Medien in der DASA Arbeitswelt Ausstellung

Bytes und Bits bestimmen unser Leben. Davon kann nicht zuletzt die Arbeitswelt ein Lied singen. Heutiger Schauplatz: eine Druckerei. Aus der vermeintlich beschaulichen Welt der Buchbinder und Schriftsetzer hat sich ein global rotierendes System aus nie versiegenden Datenströmen aufgebaut. Im Zentrum steht immer noch der Mensch?
Die DASA Arbeitswelt Ausstellung hat die schillernde Medienwelt in ihrem neuesten Ausstellungsbereich um die „Neuen Medien“ hinterfragt. Und ausgestellt.

Sarah-Louise Rehahn, Ausstellungsmacherin in der DASA, nimmt uns mit auf die Reise zu neuen Möglichkeiten und alten Belastungen.

Neue Medien

Sarah hatte im Verbund mit ihren Kolleginnen und unter Leitung von DASA-Ausstellungs-Chef Dr. Bernd Holtwick die spannende Aufgabe, einen in die Jahre gekommenen Teil der riesigen DASA neu zu konzipieren. Und hatte zunächst einen ganz großen Knoten im Kopf. Wie sollte sie ein so komplexes und vor allem abstraktes Thema wie „Digitalität“ oder „Medienkompetenz“ sichtbar machen und erst recht: dinglich ausstellen?

Nur Monitore zu zeigen, kam eigentlich nicht in Frage. Spielerisch sollte es sein und sich dennoch an der nötigen Architektur eines Fluchtweges orientiert. Sarah-Louise machte sich an die Arbeit und erfand mit den Kolleginnen Medien-Tiere, interviewte Medienproduzierende und konzipierte ein Emoji-Spiel.
Am Ende entstand eine Ausstellung mit sieben Themenabschnitten, die auf verschiedene Aspekte der Digitalisierung und deren Auswirkungen eingehen.

Beginnen wir mit einem „Austausch rund um die Welt“. Verschiedene Globen geben einen Eindruck von der weltweiten Vernetzung. Von Rechner zu Rechner, von Menschen, die Medien produzieren und Menschen, die sie konsumieren. Wer ist mittlerweile wer? Die Grenzen sind fließend geworden. Eine gigantische Menge an Nachrichten und Meldungen jagen in Millisekunden um den Globus. Für den Journalismus stellt sich bei dieser „Nachrichtenvielfalt“ die Frage nach der Qualität der Inhalte: zählen Aktualität und Schnelligkeit mehr als gut recherchierte Themen? Die Installation „TV Bot 2.0“ von Marc Lee greift diese Frage auf und zeigt Nachrichten weltweit, die soeben online gegangen sind, ungeprüft, ungefiltert und ungeachtet ihrer Inhalte. Dabei ist kaum zu unterscheiden, ob es sich um einen „seriösen“ Nachrichtenkanal oder um einen Post auf Social Media handelt.

Sie dürfen natürlich nicht fehlen: Die sozialen Medien bekommen ihre Bühne im Bereich „Senden und Empfangen“. Sarah sucht sich ein Gegenüber und dann geht es ans „gamen“: Mittels eines Emoji-Spiels können die Besucher*innen testen, inwiefern sie sich mit ihrem/ihrer Spielpartner*in über die Bedeutung der einzelnen Emojis einig sind. Tatsächlich nutzen wir wie wild die kleinen Piktogramme, doch es kann gut sein, dass jede*r die Abbildungen anders interpretiert. Im Spielmodus geht es direkt weiter, wenn es darum geht, „Hate-Speech“ schlichtweg vorzulesen. Man solle Sarah ruhig beschimpfen. Direkt ins Gesicht, so die Ansage. Die Sache macht unmissverständlich klar, wie anders das im Vergleich zum anonymen Post im virtuellen Raum wirkt.

Ähnlich augenfällig ist der Bereich „Wahrheit und Fälschung“. Wie leicht fällt es uns doch, ein Bild vor einem beliebigen Hintergrund zu gestalten. Stehen wir nicht wirklich im BVB-Stadion und schwenken die Fahnen? Mithilfe eines „Greenscreens“ entstehen im Nullkommanichts „Fake News“ – live aus der DASA.

Suchmaschine wörtlich genommen: In die Welt des Analogen entführt ein Objekt, das die DASA-Werkstätten erdacht und umgesetzt haben. Eine analoge Kugelbahn aus Holz, Plexi und Metall verdeutlicht, wie man eigentlich „googelt“, sprich: wie eine Suchmaschine funktioniert. Wir erhalten genau die Nachrichten, die unserer Filterblase entsprechen.

Wie Daten zur schier unerschöpflichen Ware werden, zeigt eine Installation der Künstler Wenger/Retzlaff, die uns vor Augen führen, welche Spuren wir im Netz hinterlassen. In der DASA wird klar und deutlich sichtbar, wo wir mit unseren Smartphones bereits unterwegs waren.

Im letzten Ausstellungsabschnitt entlässt die Installation „You:R:Code“ von Bernd Lintermann die Besucher*innen mit Gedanken zu unserem digitalen Spiegelbild und unserer virtuellen Identität aus der Ausstellung.

Bei so viel Technik – wo bleibt der Mensch? Sarah-Louise hat neun Interviews mit Medienschaffenden aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen geführt. Sie alle vereint der enorme Wandel ihres Arbeitsalltags in rasant kurzer Zeit. Ihre Geschichten geben Einblick in die aktuelle Situation des Journalismus. Und hinterlassen den Zuhörenden ziemlich nachdenklich.

Der Medienkompetenz-Parcours

Neben den beschriebenen künstlerischen Medieninstallationen, Objekten und Hands-Ons hat Sarah ihren Spieltrieb ausleben dürfen. Fünf interaktive Stationen sollen die Besucher*innen auf ihrem Weg durch die Ausstellung dazu animieren, ihre Medienkompetenz zu schulen. So verwandeln wir uns am Ende in ein Fabelwesen, ein buntes Medientier, das uns einen Spiegel über unser Medienverhalten vorhält.

Sarah schaut aufs Smartphone. Es erinnert sie an den nächsten Termin. Neue Medien, alter Zeitdruck

Die DASA

DASA Arbeitswelt Ausstellung, derzeit geöffnet von Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr.
Eintritt bis 31.12.20 frei.
Mehr unter www.dasa-dortmund.de
Infos zur Ausstellung: https://www.dasa-dortmund.de/ausstellungen/im-wettlauf-der-neuesten-nachrichten

Fotos:
Titelbild: Andreas Wahlbrink
Gutenberg / Filterblasen (Bildrecht: DASA)
Screen Medienstation (Bildrecht: DASA)

Wie man Digitalisierungsprojekte erfolgreich umsetzt

Wie man Digitalisierungsprojekte erfolgreich umsetzt

 „Man könnte doch einfach eine App bauen und das Problem ist gelöst“ – diesen Gedanken haben wir sicher alle schon gehabt. Er zeigt unser Vertrauen darin, dass sich in einer digitalen Welt neue Dimensionen zur Lösung der Herausforderungen unserer Zeit eröffnen. Oftmals werden aber vielversprechende Ideen nicht angegangen, weil man aufgrund fehlender Expertise in neuen Technologien oder hohen Investitionskosten zurückschreckt. In diesem Artikel möchten wir darstellen, wie man solche Ideen umsetzen kann, ohne tief in den Aufbau eigener Expertise oder in Infrastruktur investieren zu müssen.

Neue Möglichkeiten der digitalen Welt

Technischen Innovationen bilden die Grundlage für die Digitalisierung. Wir möchten an dieser Stelle drei wesentliche Aspekte nennen und erläutern:

  • Immer mehr Geräte werden smart
  • Moderne Cloud Computing Plattformen machen IT-Infrastruktur unmittelbar verfügbar.
  • Künstliche Intelligenz macht auch große Informationsmengen auswertbar

Immer mehr Geräte werden smart

Geräte verwenden Software und sind in der Lage zu kommunizieren. Dies gilt nicht nur für etwa Smartphones oder TV-Geräte. Die Möglichkeiten sind so umfangreich, dass es sogar schwerfällt, sie korrekt zu benennen:

Statt des oben verwendeten Begriffs Geräte wäre es richtiger zu sagen: Gegenstände werden smart – zu geringen Kosten. So gibt es etwa smarte Rolltore (s.u.) oder Fußbälle. Selbst der verbreitete Begriff IoT (Internet of Things) ist unzureichend. Zwar verwendet er – frei übersetzt – den Begriff Gegenstände, aber die Möglichkeiten zur Vernetzung beschränken sich zum Glück nicht nur auf das Internet. Auf Basis von Bluetooth, Mobilfunk oder sog. LPWANs (Low Power Wide Area Network) können auch Niedrigenergiegeräte wie z.B. batteriebetriebene Sensoren kommunizieren.

Moderne Cloud Computing Plattformen machen IT-Infrastruktur unmittelbar verfügbar.

Das Aufsetzen einer kompletten Infrastruktur für Entwicklung und Betrieb einer Applikation ist (fast) auf Knopfdruck möglich. Es dauert ungefähr genauso lange wie es früher gedauert hat, das Formular auszufüllen, mit dem man eine solche Infrastruktur bei der eigenen IT beantragt hat. Man kann ohne Vorlauf mit Entwicklung und Anwendertest starten.

Künstliche Intelligenz (KI)macht auch große Informationsmengen auswertbar

Die vorgenannten Abschnitte zeigen, dass die Menge der verfügbaren Informationen – ob von smarten Geräten oder aus einer Cloud-basierten Datenbanken – stark ansteigt. Mit Methoden der KI können wir diese effizient und nutzbringend auswerten. Das Wissen etwa um Definition und Training Neuronale Netze ist weit verbreitet – das Gleiche gilt für die entsprechende Frameworks.

Neue Disziplinen in der Entwicklung

Immer mehr Firmen erkennen die Potentiale der o.g. Techniken. Die meisten Disziplinen zur Erschließung dieser Potentiale sind nicht an sich neu – sie sind es wohl aber für die neuen Interessenten.

Die nötigen technischen Kenntnisse sind recht offensichtlich: Sollte Künstliche Intelligenz eine Rolle spielen, können KI-Expert*innen schnell gute Ergebnisse liefern. Man braucht Wissen im Embedded Software Engineering, um Software in Geräte einzubetten. Um nicht Geräte, sondern Gegenstände „smart“ zu machen, braucht es Kenntnisse im Hardware Engineering und im Systems Engineering. Um die Cloud-Infrastruktur optimal nutzen zu können, braucht es entsprechende Expertise zu den gängigen Cloud-Plattformen und natürlich auch im Software-Engineering und insbesondere in der Web-Entwicklung. Sind zudem native Anwendungen auf Mobilgeräten nötig, sollte man sich auch mit Android oder IOS Entwicklung auskennen. Der DevOps-Ansatz beschleunigt dabei den Entwicklungsprozess und erhöht die Qualität, indem z.B. schon sehr früh Feedback durch Endanwender*innen eingeholt werden kann. Das Mehr an (elektronischer) Kommunikation stellt zudem neue Anforderungen an die Security: Der Hersteller z.B. smarter Komponenten zum Einbruchschutz sollte sicherstellen, dass ein Software-Update möglich ist – allerdings nicht durch jemanden, der auf einen Einbruch aus ist (Stichwort: Secure Firmware Update Over The Air).

Darüber hinaus sind aber auch Änderungen in Vorgehen nötig, um sowohl die Komplexität als auch die Marktunsicherheit bei der Umsetzung neuer Ideen zu beherrschen. Uns helfen dabei agile Ansätze:

Dazu zählt die Definition des Minimum Viable Products (MVP) (s.u.). Hierbei helfen Methoden des Usability Engineering, insbesondere Kreativitätstechniken wie das Design Thinking oder das Kano-Modell zur Abbildung der Erwartungshaltung gegenüber dem Produkt.

Usability Engineering ist aber nicht nur zur Definition des MVP nötig, denn smarte Gegenstände bzw. Geräte erfordern neue Bedienkonzepte: Versetzen wir uns etwa in die Situation einen Coachs, der den smarten Fußball im Schusstraining einsetzt: Auf dem Platz muss der Coach seine volle Aufmerksamkeit den Spielern geben. Die Bedienung muss also einfach sein. Das Feedback des Balls – etwa die gemessene Schussgeschwindigkeit – muss unmittelbar erfolgen, weil die Aufmerksamkeit des Teams mit jeder Verzögerung leidet.

In diesem Beispiel ist das Bedienkonzept erfolgskritisch. Coach und Spieler sind in diesem Fall wichtige Stakeholder. Es ist die Aufgabe des Product-Owners, die Entwicklung so zu steuern, dass ein maximaler Wert für die Gesamtheit aller Stakeholder geschaffen wird.

Mitunter führen Digitalisierungsprojekte zu drastischen Änderungen von Vorgehensweisen. Hier reicht es nicht, die Änderung bzw. die betroffenen Personen nur zu begleiten. Mit Methoden des Change-Managements muss z.B. aktiv gesteuert werden, dass einerseits die betroffenen Personen den Wandel akzeptieren und nicht überfordert werden und dass andererseits Innovationen die Zeit bekommen zu reifen und sich zu bewähren.

Kritische Erfolgsfaktoren für Digitalisierungsprojekte

Offenbar führt die Digitalisierung nicht nur zu mehr Vernetzung bzw. Kommunikation von Geräten. Aufgrund der Vielzahl der abzudeckenden Disziplinen besteht auch innerhalb der Entwicklungsmannschaft ein höherer Kommunikationsbedarf bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. In schlechten Fällen müssen sogar noch Kommunikationsprotokolle definiert werden, damit z.B. der Frontend-Entwickler den Usability-Engineer versteht.

Ich möchte an dieser Stelle zwei Erfolgsfaktoren nennen, welche diese Komplexität und damit den Aufwand deutlich reduzieren.

Der erste Erfolgsfaktor ist: Lege großen Wert auf die Definition des Minimum Viable Products. Ein MVP soll dazu dienen, das Potential neuer Ideen zu verifizieren. Diesen Prozess zu steuern ist herausfordernd: Es gilt Interessen gegeneinander abzuwägen – plakativ ist sicher die Abwägung zwischen Featuren und Aufwand – und alle Beteiligten auf einen Minimalkompromiss einzuschwören. Das Team sollte schon zu diesem Zeitpunkt interdisziplinär aufgestellt sein, denn der Kompromiss ist erfolgskritisch und es muss die Belange aller relevanten o.g. Disziplinen abdecken.

Ein weiterer Faktor ist die Bildung eines interdisziplinären Teams. Hier gilt es alle Projektbeteiligten sowohl auf das Ziel als auch aufeinander einzuschwören – es gibt z.B. nicht „das Frontend Team“ oder „das Usability Team“, sondern nur noch das Projektteam. Förderlich ist es, das Team räumlich zusammen zu ziehen – in Corona Zeiten funktioniert auch das recht gut mittels virtueller Räume. Weiter ist es hilfreich, wenn jeder im Team in der Lage ist, über den Tellerrand zu schauen, d.h. sowohl Expertise außerhalb des eigenen Kerngebiets aufzubauen und ein Hoheitsdenken über das eigene Gebiet vermeiden.

Wie kann man den Erfolg auch bei fehlender eigener Expertise sicherstellen

Oben wurde angedeutet, dass Expertise schon in frühen Phasen erfolgskritisch für die Umsetzung eine Digitalisierungsprojekts ist. Dazu kann die richtige Definition eine MVPs und ein starkes Team auch solche Projekte bzw. Produkte definieren und erzeugen, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen.

Wenn Sie von Ihrer Idee überzeugt sind, aber nötige Expertise in dem einen oder anderen Bereich fehlt, führen Sie den Workshop zur Definition des MVP eben mit externer Hilfe durch. Auf diese Weise erhalten Sie schnell eine qualifizierte Bewertung Ihrer Idee sowie einen Wegskizze, welche die weiteren Schritte und Aufwände zur ersten Realisierung aufzeigt.

Der Rat auf externe Hilfe zurückzugreifen, gilt auch für die Umsetzung. Mittlerweile bieten IT-Beratungsfirmen nicht nur „Berater“, sondern komplette interdisziplinäre Teams an. Diese sind eingespielt, haben Forming, Storming und Norming also schon hinter sich und können direkt mit dem Performing starten.

Zwei Fallbeispiele

Ladenkumpel

Die Applikation ladenkumpel.de wurde von Ferdinand Grah zusammen mit der itemis AG entwickelt. Ziel dieser App war es, gerade in Zeiten des Corona-Lockdowns die Kunden auf Alternativangebote Ihrer jeweiligen Lieblingsläden und -Restaurants hinzuweisen. Bei der Definition des MVP wurden die Features so priorisiert, dass die Umsetzung einer Applikation für PC und Smartphone komplett auf Google-Infrastruktur möglich war. Treiber für diese Entscheidung innerhalb des Workshops war der DevOps-Bereich, welcher den Product-Owner mit dem Argument deutlich reduzierter Entwicklungszeit überzeugt hat. Im Gegenzug hat der Betrieb einer manueller Stammdatenpflege zugestimmt, was den Entwicklungsaufwand nochmal reduziert hat. So war es auf Basis der Google-Cloud möglich, die Idee innerhalb von nur drei Tagen zu realisieren.

Smart-Gate

Zusammen mit der BLG Logistics Group haben wir im Rahmen eines Innovationsprojekts eine intelligente Torsteuerung entwickelt, welche man leicht in die vorhandene manuelle Steuerung integrieren kann. Mit Hilfe eines Prototyps können wir die Vorteile einer intelligenten Rolltorsteuerung demonstrieren. Die BLG Logistics betreibt am Hamburger Hafen einen Umschlagplatz für Kraftfahrzeuge unterschiedlicher Typen. Zur technischen Bearbeitung (Werkstatt oder Aufbereitung) werden Fahrzeuge in diverse Hallen gefahren. Unsere intelligenten Rolltorsteuerung öffnet die Tore automatisch sobald sich autorisierte Fahrzeuge nähern. Dies beschleunigt den Prozess, da die Mitarbeiter nicht mehr aussteigen müssen, um das Tor manuell zu öffnen. Neben der Erleichterung für die Mitarbeiter kann das System die Heizkosten reduzieren, indem die Tore nur so lange geöffnet sind wie nötig. Des Weiteren ist es möglich einen Schleusenbetrieb zu realisieren. Hier wird sichergestellt, dass gegenüberliegende Tore nicht gleichzeitig geöffnet sind. Dies vermeidet aktiv unangenehme Situationen mit kalter Zugluft. Natürlich lassen sich auch Jahreszeiten berücksichtigen, so dass im Sommer die Tore zur Abkühlung geöffnet werden. Neben den Komfortfunktionen ermöglichen die intelligenten Tore die Echtzeitüberwachung der Fahrzeuge, welche in die Halle gefahren werden bzw. diese verlassen. Mit Hilfe des Asset-Managements gewinnen die Leiter einen sehr präzisen Einblick in die Prozesse und können den Weg der Fahrzeuge nachvollziehen.

Die Entwicklung des Prototyps umfasste sowohl die Hardware, basierend auf einem ESP32-Entwicklerboard und dessen Firmware in C, sowie die Entwicklung einer Mobile-App. Für die Kommunikation zwischen Hardware und Endgerät wurde eine Cloud-Komponente entwickelt, welche ebenso die Protokollierung, Konfiguration und Anbindung an bestehende ERP Systeme realisiert. Die Umsetzung haben wir mit einem interdisziplinären Team in nur 30 Personentagen gemeistert.

Über itemis

Mit unserer Erfahrung in der Softwareentwicklung unterstützen wir Sie bei der Digitalisierung – in allen Bereichen. Wir machen Ihre Entwicklung effektiver. Partnerschaftlich, innovativ, nachhaltig! Wir sind an 8 Standorten in Deutschland vertreten.

 

Unsere Teams verwirklichen Ihre Ideen: https://info.itemis.com/teams/

Das Internet of Things – schnell und einfach erklärt

Das Internet of Things – schnell und einfach erklärt

1999 hat Kevin Ashton den Begriff des Internet of Things, kurz IoT, geprägt. Seitdem begann eine rasante Entwicklung. Mittlerweile ist diese Technologie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Unternehmen sind überzeugt davon, mit dieser Technologie den Weg in die Digitalisierung zu ebnen – jedoch häufig ohne zu wissen, was genau sich dahinter verbirgt.

Die Bedeutung des Internet of Things

Das Internet of Things dient der Vernetzung von physischen und virtuellen Dingen, auch untereinander im Sinne der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M-Kommunikation). Die Vernetzung erfolgt über das Internet, sodass jedes Gerät (Ding) eine eigene Internetadresse erhält, die der Identifizierung dient. Mittels der Identifizierung ist es dem Nutzer möglich, geringe Modifikationen vorzunehmen. Über unterschiedliche Arten von Sensoren nehmen die Geräte äußere Veränderungen wahr. Die entsprechende Information wird dann verarbeitet und ausgewertet. Dadurch kann das jeweilige Gerät, bzw. die Maschine, möglichst selbstständig auf die Veränderung reagieren.

Einfache Beispiele für das Internet der Dinge finden sich bereits fest etabliert im Alltag wieder: Küchenmaschinen, die automatisch Lebensmittelbestellungen für gewünschte Rezepte aufgeben; Fitnessarmbänder, die bei der Optimierung des Trainings unterstützen oder auch ein vollständiges Smart Home, das auch während eines Urlaubs die Anwesenheit der Eigentümer simuliert.

Das Internet of Things für Unternehmen

Das Internet of Things ermöglicht Unternehmen zwei Anwendungsbereiche, die sich miteinander kombinieren lassen. Zunächst der rein interne Nutzen. Dabei wird IoT in der sogenannten Industrie 4.0 als Industrial Internet of Things (IIoT) angewendet. Insbesondere die Automobil- und Fertigungsindustrie, aber auch die Elektroindustrie setzen auf diese Technologie. Durch die M2M-Kommunikation ist es möglich, einen Großteil der Produktionsprozesse automatisch umzusetzen. Hinzu kommt, dass auch Lagerbestände durch die Vernetzung mit Lieferanten automatisch gefüllt werden können, bevor es zu Engpässen kommt.

Die dadurch entstehenden Datenmengen, auch Big Data genannt, stellen Unternehmen häufig vor die Herausforderung der Datensicherung. Sicherungstechnologien wie die Blockchain bieten dahingehend die Sicherheit, dass die Daten vor unbefugten Zugriffen geschützt sind. Die ausreichende Speicherkapazität, um die Daten aufzufangen und auszuwerten, liefern dabei Cloud-Lösungen. Eine Möglichkeit dafür sind zum Beispiel Data Lakes.

Für die interne Nutzung ergeben sich dabei diverse Vorteile: Die Auswertung der gewonnenen Daten ermöglichen eine fortlaufende Optimierung einzelner Produktionsschritte. Neben der Einsparung von Ressourcen ist zugleich die Effizienzsteigerung dadurch möglich. Durch die permanente Überwachung der Funktionsfähigkeit der Produktion ist die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) der eigenen Maschinen möglich. Reparaturarbeiten werden demnach rechtzeitig vorgenommen, bevor es zu einem Produktionsausfall kommen kann.

Der externe Nutzen des Internet of Things für Unternehmen

Der externe Nutzen des Internet of Things wird u. a. durch die Daten der internen Anwendung ermöglicht. Diese Datenbasis erlaubt es Unternehmen, den eigenen Customer Service zu verbessern und nachhaltige Kundenerlebnisse zu erzeugen. Durch die Automatisierung von Prozessen gehen Bestellungen direkt in die Produktion, während parallel dazu der Kundenservice jederzeit den Status dazu einsehen und die Kunden darüber informieren kann. Gleichzeitig signalisiert der Kundenservice dadurch, dass sich um das entsprechende Anliegen gekümmert wird – noch bevor Nachfragen eines Kunden das Unternehmen erreichen.

Darüber hinaus greift auch hier wieder das Stichwort Predictive Maintenance: Ein Maschinenhersteller kann seinen Kunden noch vor einem gesamten Ausfall über benötigte Wartungsarbeiten informieren. Die dazu benötigten Termine können so gelegt werden, dass die Produktion selbst so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.

Eine weitere Option, die sich insbesondere im B2B-Bereich ergibt, ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel ein „Subscription Modell X-as-a-Service“. Dabei wird nicht mehr die kostspielige Maschine gekauft, sondern die einzelne Leistung der Maschine. Ein Beispiel hierzu: Ein Bäckereibetrieb benötigt eine Maschine zum Formen des Brötchenteigs. Statt die teure Maschine selbst zu kaufen, bezahlt die Bäckerei den Hersteller pro geformten Brötchenlaib und kann diesen Preis unmittelbar auf das Endprodukt und die Kosten umschlagen.

Vorteile des Internet of Things für Unternehmen

Das Ziel der Digitalisierung von Unternehmen durch das Internet of Things ist leicht zu erkennen: Die Steigerung der Rentabilität – insbesondere durch die eigene Kostensenkung. Doch neben der Kostensenkung ergeben sich noch weitere Vorteile, die zum Teil nicht immer präsent sind:

  • Die fortschreitende Automatisierung der Abläufe ermöglicht die Steigerung von Effizienz und Effektivität der eigenen Prozesse.
  • Der gezielte Einsatz von Ressourcen erlaubt eine Sicherung der Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse aufgrund der engen Vernetzung des Ökosystems.
  • Aufgrund der Verbesserung der Mensch-Maschine-Kommunikation durch die ausgelesenen Daten eröffnen sich Unternehmen im Rahmen der externen Anwendung neue Geschäftsmodelle.
  • Aufgrund vieler datengetriebener Prozesse sowie der permanenten Auswertung der Daten, profitieren Unternehmen von einem höheren Schutz vor Unfällen und auch Produktionsausfällen.
  • Insgesamt wirken sich die genannten Aspekte langfristig gesehen positiv auf die eigene Marktposition aus, sodass Unternehmen nachhaltige Wettbewerbsvorteile generieren.

Zusammengefasst ist das Internet of Things keine angsteinflößende Technologie. Vielmehr unterstützt sie – richtig eingesetzt – Unternehmen bei der Digitalisierung der Arbeitswelt. Wichtig dabei ist, dass die eigene Produktion sowie die einzelnen Prozessschritte erkannt, die richtigen Softwarelösungen identifiziert sowie implementiert werden und insbesondere die eigenen Mitarbeiter auf diesem Weg richtig mit einbezogen werden.

Bernadette Seiler ist Marketing Project Managerin bei Materna Information & Communications SE. Die Materna-Gruppe realisiert seit 40 Jahren sehr erfolgreich IT-Projekte für ihre Kunden. Weltweit arbeiten mehr als 2.300 Mitarbeiter für das Familienunternehmen, darunter hochspezialisierte Consultants, Software-Entwickler, Software-Architekten, Projekt-Manager sowie Redakteure und Marketing-Experten.

Netzwerken in digitalen Zeiten

Netzwerken in digitalen Zeiten

Egal, ob digital oder analog – Netzwerken hilft

Nicht ob, sondern wo.
Sie netzwerken. Bestimmt. Jetzt gerade zum Beispiel beim Lesen dieses Blogbeitrags.
Die Frage „ob“ erübrigt sich in den meisten Fällen, entscheidender ist das „wo“. Nach einem steten Hype in den letzten 15 Jahren ist heute Netzwerken so angesagt wie nie zuvor.
In privaten oder sozialen Netzwerken, Business-Netzwerken, Industrie- und Innovations-Netzwerken; digital, virtuell, face-to-face, per Telefon, App, in virtuellen Räumen, exklusiv in Clubs, global und regional, während der Digitalen Woche in Dortmund und darüber hinaus: Machen Sie weiter so. Denn Netzwerken hilft.

Genetzwerkt wird bei NIRO  – so lautet die Abkürzung für das „Netzwerk Industrie RuhrOst e. V.“ – mit Sitz in Unna seit Ende 2006. Und mit dieser langjährigen wie vielfältigen Organisationserfahrung wird jetzt mal an dieser Stelle aus dem Netzwerk-Nähkästchen geplaudert.

Netzwerke – Theoretische Häppchen vorweg

Dieser Beitrag war schon länger geplant, will sagen: Schon vor Corona.
Denn seitdem das Virus unsere Welt aus den Fugen gehoben hat, ist auch das Thema Netzwerken noch populärer geworden. Was wäre passiert, wenn nicht unsere aktuelle Informationstechnologie – doch wesentlich stabiler und leistungsfähiger als oftmals befürchtet, Sicherheitsfragen jetzt einmal außen vor gelassen – dafür gesorgt hätte, dass viele von uns weiterhin mobil arbeiten können?
In Zeiten sozialer Distanz lassen sich also durchaus technologiegestützt Netzwerke und Kommunikation aufrecht erhalten. Bitte im Hinterkopf behalten. (Medien-)Technologie spielt bei Netzwerkerei zunehmend eine entscheidende Rolle.

Netzwerke gibt es seit der Entstehung von Gemeinschaften. Clans, religiöse Vereinigungen, Zünfte, die Hanse, Kammern, Industrienetzwerke, Innovationscluster, soziale Netzwerke: Sie alle verbindet, dass sich in ihnen die beteiligten Netzwerkakteur*innen gegenseitig stärken, miteinander kooperieren und Wissen transferieren.
Mittlerweile hat sich wissenschaftlich in unterschiedlichsten Disziplinen die Analyse und Erforschung von Netzwerken etabliert. Soziologie, Politikwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Pädagogik, Informatik, Kulturwissenschaften und viele andere Fächer haben die Bedeutung von Netzwerken erkannt.

Es kursieren zahlreiche unterschiedliche, teils sehr weit gefasste Definitionen des Netzwerkbegriffs. Grundlegend folgt dieser Beitrag den Überlegungen des Soziologen Johannes Weyer, der seit 2002 Inhaber der Professur für Techniksoziologie an der Technischen Universität Dortmund ist (vgl. dazu Johannes Weyer: Soziale Netzwerke: Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung, De Gruyter Oldenbourg, 2012).
Als Referenzen zur Beschreibung eines Netzwerks dienen Weyer die Begriffe Markt und Hierarchie. Netzwerke bieten Leistungen wie die Flexibilität marktförmiger Interaktion und zugleich organisierte Strukturen, die Verlässlichkeit und Effizienz ermöglichen. Dieses „und zugleich“ stellt ein grundlegendes Merkmal dar. Tauschaktionen können erfolgen, ohne unsichere und riskante marktbestimmte Transaktionen in Kauf nehmen zu müssen. Koordiniertes Verhalten wird ermöglicht, gänzlich ohne starre, bürokratische Organisationen zu nutzen. Alle Partner bleiben autonom. Kopplungen und Synergien steigern insgesamt die Lernfähigkeit.

Zusammenfassend nennt Dieter Bensmann in seinem Buch „Netzwerke. Eine innovative Organisationsform nutzen und managen“ (Haufe, 2018) vier Grundmerkmale von Netzwerken:

  1. Tausch: Dieser kann direkt stattfinden oder indirekt, mit individuellem Vorschuss.
  1. Ziele: Nur mit formulierten Zielen entsteht ein Netzwerk.
  1. Unterschiedlichkeit: Sie bildet den Nährboden für den Erfolg eines Netzwerks.
  1. Vertrauen: Unerlässlich in Netzwerken, es ist dynamisch und entsteht durch Handlungen.

Was Netzwerke leisten können

Netzwerke erfüllen eine strategische Funktion, indem sie Unsicherheiten reduzieren, die das eigene Verhalten und das anderer Netzwerkakteur*innen betreffen. Zudem haben sie eine instrumentelle Funktion durch die mögliche eigene Leistungssteigerung sowie des gesamten Netzwerkes.
Teil eines Netzwerks zu sein muss dem einzelnen Mitglied in irgendeiner Form einen Gewinn bringen, materiell oder auch immateriell. Dies kann auf vielerlei Arten geschehen, solange alle von Gewinnen profitieren. Für eine gewinnbringende Netzwerkpartnerschaft ist Vertrauen in die anderen Mitglieder und ihre Leistungsfähigkeit unerlässlich. Dabei spielt das Prinzip der Reziprozität eine wichtige Rolle. Der Kreislauf von Geben, Nehmen und Erwidern bestimmt das gemeinsame Miteinander und kann durchaus auch Vertrauensvorschuss oder Leistungsvorschuss beinhalten, der zu einem späteren Zeitpunkt erwidert wird. Gerade der Wert getauschter Erfahrungen und Informationen ist schwierig zu bemessen und kann individuell schwanken. Hier zeigt sich der Gewinn möglicherweise zeitversetzt oder erst mit dem Meistern einer bestimmten Situation.

Entscheidend ist die Wahl des geeigneten Netzwerks.
Es lassen sich unterschiedliche Arten von Netzwerken definieren. Neben sozialen Netzwerken gibt es Interorganisationsnetzwerke, die als einzelne Organisationen miteinander kooperieren, um ihre Interessen durchzusetzen.
Symmetrische und asymmetrische Netzwerke beschreiben die Struktur eines Netzwerks: Symmetrisch bei gleichstarken Mitgliedern, asymmetrisch, wenn von einem zentralen Mitglied viele andere abhängig sind.
Policy Netzwerke beziehen sich auf bestimmte politische Inhalte.
In strategischen Netzwerken hingegen finden sich wenige Partner zusammen, um sehr zielgerichtet eine bestimmte Strategie umzusetzen.
Innovationsnetzwerke konzentrieren sich vorrangig auf Forschung und Entwicklung.

In unserem Zusammenhang sind regionale Netzwerke von besonderem Interesse. Ihre Bedeutung zur Stärkung einer Region, der Unternehmen und Organisationen und damit auch der Menschen in ihr, ist vielfach nachgewiesen.

Das Programm „go-cluster” ist bundesweit die clusterpolitische Exzellenzmaßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und verdeutlicht, wie wichtig Cluster bzw. Netzwerke für die Weiterentwicklung und Innovationsfähigkeit einer Region sind. Das Programm unterstützt Netzwerke bei der Weiterentwicklung ihrer Innovationscluster, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, informiert über die unterschiedlichsten Aktivitäten der Netzwerke, bietet Seminare für Netzwerkmanager*innen und ihre Teams an und sorgt insgesamt für eine erhöhte Sichtbarkeit der Netzwerkinitiativen.
Derzeit gibt es 84 Mitglieder bei go-cluster, davon 30 allein in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören u. a. Creative.NRW, it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe, ProduktionNRW Cluster Maschinenbau/Produktionstechnik und das EffizienzCluster LogistikRuhr. Auch NIRO ist Mitglied bei go-cluster und mit momentan 70 produzierenden Mitgliedsunternehmen aus dem Maschinenbau sowie der Metall- und Elektronikbranche eines der größten Netzwerke für Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen.

Entscheidend für den Erfolg eines Netzwerks ist ein professionelles Management, das sich um die Belange des Netzwerks kümmert. Auch in dieser Hinsicht leistet das Programm go-cluster vielfältige Unterstützung.
Auf einer anderen Ebene als der der Mitglieder braucht es Leitung, Organisation und Strategie, um Gewinne für das Netzwerk nachhaltig zu sichern, neue zu entwickeln und zukunftsfähig zu bleiben. Die Organisationsform kann z. B. durch eine Wirtschaftsförderung gesichert sein, wie dies bei der Digitalen Woche Dortmund der Fall ist. NIRO hingegen ist als Verein organisiert, der mit seinem Vorstand und einem Organisationsteam die Netzwerkarbeit verantwortet. Dadurch haben die Mitgliedsunternehmen, die den Vorstand aus ihrer Mitte in zweijährigem Turnus wählen, einen großen Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Die Mitgliedsunternehmen geben einige Aufgaben an das Organisationsteam ab, können sich aber weiterhin einbringen, Themen vorschlagen, Ziele zur Diskussion stellen, Veranstaltungswünsche und Weiterbildungsbedarfe anmelden etc.

Good Practice aus der Region: Das Netzwerk Industrie RuhrOst e. V. (NIRO)

Unterschiedliche Netzwerke finden wir auch in unserer Region.
Während Sie diesen Text lesen, sind Sie in diesem Moment auf jeden Fall Teil eines Netzwerks.
Die Digitale Woche Dortmund gehört dazu. Jetzt, mit diesem Blog, sogar über die reine „Festivalzeit“ hinaus.
Ein wichtiger Knotenpunkt ist sicherlich auch die Digitale Werkbank in Dortmund.

Interessant wird es nun, zu schauen, in welchem Netzwerk Sie am besten aufgehoben sein könnten. Dazu werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und stellen Ihnen vor, welche Möglichkeiten NIRO als Netzwerk eröffnet.
Vielleicht sind Sie mit Ihrem Unternehmen schon Mitglied bei NIRO? NIRO bietet produzierenden Unternehmen in unserer Region zahlreiche materielle und immaterielle Vorteile und ist wiederum mit anderen regionalen Akteur*innen gut verknüpft.

Unser Netzfahrplan zeigt auf einen Blick die Themen, Aktivitäten und Angebote von NIRO.
Für Details ist sicherlich ein etwas längerer Blick notwendig; Mitglieder buchen zumindest ein Jahresticket, um alles kennen zu lernen. Die Gründungsmitglieder machen dies seit mehr als 13 Jahren regelmäßig. Insgesamt 70 Mitgliedsunternehmen bilden derzeit das Netzwerk und „fahren mit“.
Wie also lautet das Erfolgsrezept?

Bild: NIRO e. V.

Wichtig für das Netzwerk sind gemeinschaftlich formulierte Ziele. Dazu gehören der vertrauensvolle Austausch, das Profitieren vom gemeinsamen Einkauf, die Begleitung in Digitalisierungsprozessen, die Weiterentwicklung von Mitarbeiter*innen und Unternehmenskultur sowie die Förderung von Nachhaltigkeit.
Diese Ziele sind mit der Nutzung der unterschiedlichen Linien realisierbar. Zentral verlaufen die Linien Management, Einkauf und Einkaufspool sowie Digitalisierung – alles tragende Säulen des Netzwerks.
Die Linien Einkauf und Einkaufspool sorgen für die materiellen Vorteile. Ein wesentlicher Vorteil liegt im gemeinschaftlichen Einkauf durch die Bündelung von Bedarfen. Der NIRO Einkaufspool für indirekte Materialien, Dienstleistungen und Energie kann auf mehr als 40 attraktive Rahmenverträge mit ausgewählten Lieferanten zugreifen. Für die Bereiche Betriebsmittel, Facility Management, Industriedienstleistungen, Büro, IT und Kommunikation, Personal, Transport und Verpackung sowie Mobilität und Reisen konnten die jeweils zuständigen Verhandlungsgruppen – bestehend aus Einkaufsverantwortlichen der Mitgliedsunternehmen – in den letzten Jahren attraktive Rahmenverträge abschließen. Diese bieten insgesamt verbesserte Konditionen und optimierte Rahmenbedingungen wie z. B. längere Zahlungsziele und höhere Skonti. Signifikante Einsparungen lassen sich erzielen.

Profitieren können von den Vorteilen des Einkaufspools allerdings auch Unternehmen, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht Mitglied von NIRO sind: Der Einkaufspool onepower ermöglicht allen interessierten Unternehmen die Nutzung der bestehenden Rahmenverträge.

Es gibt weitere Linien bei NIRO, die speziell immaterielle Vorteile für die Mitgliedsunternehmen bereithalten. Produktion, Logistik, Marketing, Nachhaltigkeit und Personal sind damit weitere Hauptstränge des Netzwerks. Dabei befindet sich die Zentrale von NIRO, vergleichbar mit einem Hauptbahnhof, in der Mitte des Netzfahrplans. Hier führen alle Linien entlang: Erfahrungsaustausche, Workshops, Seminare oder Kollegiale Fallberatungen können alle Mitfahrer*innen nutzen.
Die einzelnen Linien besitzen unterschiedliche Halte- und Schnittstellen, so z. B. Arbeitsgruppen zu verschiedenen Schwerpunkten, Veranstaltungsreihen, Themenkomplexe oder Weiterbildungsangebote, die je nach Bedarf und Fokussierung in Anspruch genommen werden. Immaterielle Vorteile wie z. B. Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer, geteilte Innovationen und Ressourcen sowie zeitlich begrenzte, themenspezifische Kooperationen oder gemeinsame Forschungsprojekte und Fortbildungen etc. ergänzen die rein monetären Vorteile.
Auf der Linie Digitalisierung steht die Haltestelle „NIRO-Wissen“ verbindend für die Vernetzung der Mitarbeiter*innen aus den einzelnen Mitgliedsunternehmen. In diesem Intranet des Netzwerks sind Texte und Informationen abrufbar, finden sich Dokumente zu den zahlreichen Rahmenverträgen, können einzelne Teilnehmer*innen untereinander kommunizieren, eigenständig Informationen einstellen, sich über Neuigkeiten und Fachthemen austauschen oder zu Veranstaltungen anmelden.

Kleiner Exkurs: Die NIRO-Akademie

Der Nutzen und zugleich das Nutzen von Netzwerken hat sich auch im Bildungsbereich bewährt. Nicht nur in Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen wird großer Wert auf Kooperationen und interdisziplinäre Projektarbeit gelegt. Viele Forschungsprojekte vertrauen auf die wertvolle Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Unternehmen, um neue (Produktions-)Verfahren oder optimierte Prozesse zu entwickeln.

Zahlreiche Weiterbildungsträger verfolgen einen ähnlichen Weg und bieten Verbundprojekte an.
Die NIRO-Akademie  – auch als eigenständige Linie im Netzfahrplan vertreten – richtet sich seit 2012 mit einer Vielzahl von Angeboten in erster Linie an produzierende Unternehmen und fokussiert Vernetzung. Zuvor war NIRO an der Initiierung und Etablierung von zwei dualen Studiengängen beteiligt und bot ausschließlich für Mitarbeiter*innen aus Mitgliedsunternehmen themenspezifische Weiterbildungen an.
Mittlerweile sind die Weiterbildungsangebote der NIRO-Akademie ausgebaut worden und zielen noch intensiver auf die positiven Effekte vernetzten Lernens. Neben klassischen Seminarformen wie offenen (auch Online-) Seminaren, Inhouse-Seminaren und Seminaren auf Nachfrage gibt es spezielle Weiterbildungsformate, die über mehrere Monate laufen und eine intensive Fortbildung ermöglichen. Betriebliche Führungskräfte, Talente oder Mitarbeiter*innen, die unter dem Titel „NetzWerkStatt“ an einem ausgewählten Thema arbeiten, durchlaufen während der Weiterbildung mehrere Wissensmodule. Begleitet werden sie von Expert*innen aus Wissenschaft, Industrie und anderen Fachgebieten. Eine individuell konzipierte Projektphase, die teilweise in den teilnehmenden Unternehmen stattfindet, ergänzt das gemeinsame Lernen inklusive Vernetzung und Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Doch nun zurück: Das Erfolgsrezept klingt also eigentlich ganz einfach. Ein Netzwerk muss seinen unterschiedlichen Mitgliedern materielle oder immaterielle Gewinne eröffnen. Das geschieht bei NIRO mit der Nutzung der Linien des Netzfahrplans.
Es sollte zudem klare Ziele formulieren, eine verlässliche, vertrauensvolle Basis aufweisen und Austausch in vielen unterschiedlichen Formaten ermöglichen.

Sie erinnern sich: Ganz zu Anfang wurde konstatiert, dass es egal ist, wie Sie netzwerken. Analog und digital nähern sich immer weiter an. Das ist grundsätzlich keine neue Erkenntnis, hat aber durch das Corona-Virus eine andere Dimension erlangt. Noch vor ein paar Wochen hätte ich unbedenklich behauptet, der analoge, persönliche Austausch ist das Wichtigste überhaupt. Ist er wahrscheinlich auch nach wie vor. Aber was sich in den letzten Wochen gezeigt hat: Es geht sehr viel auch digital oder virtuell. Und auch erstaunlich gut. Teams sprießen aus Festplatte oder Cloud in virtuelle Besprechungsräume, Chats und E-Mail werden noch mehr genutzt, Videokonferenzen, Online-Erfahrungsaustausche, Webinare und virtuelle Kaffeepausen ersetzen den analogen Büroalltag. Soziale Netzwerke und andere Medien versuchen noch mehr als vor Corona, das Kommunikationsbedürfnis der Menschen aufzufangen und zu befriedigen.
Es zeigt sich in der tagtäglichen Nutzung: Wir können in weiten Teilen digital arbeiten. Nahezu überflüssig zu erwähnen, dass dies natürlich nur für bestimmte Bereiche und Branchen gilt, aber dennoch auf einen beträchtlichen Teil von uns zutrifft.
Netzwerke brauchen Medien und Kommunikation, analog wie digital. Nach Corona wird sicherlich einiges von den Erfahrungen mit der digitalen Arbeitswelt bleiben. Und warum auch nicht. Wir müssen im Ballungsraum nicht für jedes Treffen persönlich vor Ort sein, international noch weniger. Manchmal genügt sicherlich ein Videochat. Mobiles Arbeiten kann vieles erleichtern und durchaus Sinn machen. Die Akzeptanz dafür ist gestiegen, die Technik wird immer zuverlässiger und besser. Wie bei so vielen Dingen sind wir selbst verantwortlich, das Beste daraus zu machen.

Und dennoch geht es nicht ohne das gute, analoge Miteinander. Persönlicher Kontakt ist die Grundlage unseres Zusammenlebens, egal ob zu Hause, in der Schule, an der Universität, im Beruf. Gemeinsame Erlebnisse, geteilte Erfahrungen, Small Talk und vertrauensvoller Austausch im realen Leben, der kleine informelle Schwatz in der Teeküche, das Bier zum Feierabend – das funktioniert ohne Strom, ohne Technologie und wird immer wichtig bleiben. Freuen Sie sich darauf, wenn es wieder möglich sein wird und zehren Sie davon, wenn es eben gerade nicht möglich sein sollte.

Ein paar Ratschläge für den Weg in Ihr Netzwerk

Ein Netzwerk fällt nicht vom Himmel und noch weniger fallen Sie automatisch in eines hinein. Einige Vorüberlegungen sollten Sie sich gönnen, um sich für ein geeignetes und sinnvolles Netzwerk entscheiden zu können.
Anbei abschließend einige Empfehlungen für Sie, die Ihnen den Weg in ein passendes Netzwerk ebnen.

Definieren Sie Ihre Ziele.
Überlegen Sie sich genau, wo Sie hinmöchten. Wie sehen Ihre Ziele aus? Was wollen Sie erreichen? Persönlich, in Ihrem Unternehmen und für Ihr Unternehmen? Wie steht es um Ihre Unternehmenskultur, was sollte sich dort weiter entwickeln? Welche Geschäftsmodelle haben Sie im Blick? Ist die Nachfolge in Ihrem Unternehmen geregelt? Nachhaltigkeit? Sind Sie digital gewappnet und und und…

Finden Sie Ihre Lücken und Schwachstellen.
Es gibt immer etwas, das noch besser sein könnte. Was ist das bei Ihnen? Woran fehlt es, was hätten Sie gerne? Machen Sie es nicht zum Jammertal, sondern zum Wunschkonzert.

Erstellen Sie eine Prioritätenliste.
Definieren Sie Ihre Top Ten. Oder Top Five. Einige Dinge sind wichtiger als andere. Ressourcen, Zeit, Budgets, Kraft und Nerven sind nicht unendlich verfügbar. Diskutieren Sie mit Gleichgesinnten und anders Denkenden. Bilden Sie sich ein Team und formulieren Sie gemeinsam einen Weg, eine Strategie, eine Reihenfolge.

Informieren Sie sich, welches Netzwerk Ihnen die größten Gewinne bietet.
Sicherlich eine der entscheidendsten Herausforderungen: Wer soll Ihr Herzblatt sein? Welches Netzwerk verspricht Ihnen die Umsetzung Ihrer Ziele und hilft Ihnen dabei, besser, stärker, effizienter oder bekannter zu werden? Recherchieren Sie im Internet, schauen Sie sich unterschiedliche Netzwerke an, fragen Sie Bekannte, Kolleg*innen oder Fachleute. Vergleichen Sie. Probieren Sie aus. Nutzen Sie Empfehlungen.

Netzwerken Sie und reden darüber.
Kommunikation hilft. Wenn Sie bereits in Netzwerken aktiv sind, lassen Sie andere dies wissen. Austausch bringt auf neue Ideen, inspiriert, bestätigt oder hat weiterführende Ratschläge zur Folge.

Werden Sie Teil unseres Netzwerks.
Prüfen Sie, ob Sie in irgendeiner Form Teil unseres Netzwerks werden möchten. Ob als Mitglied bei NIRO, als Nutzer*in unseres Einkaufspools onepower, als Teilnehmer*in eines Seminars unserer Akademie, als Kooperationspartner*in bei Aktionen oder Veranstaltungen, als Lieferant*in für Produkte oder Dienstleistungen – es gibt viele Möglichkeiten und wir freuen uns auf Sie.

Das Team von NIRO: Insa Kunz, Dr. Anja Zühlsdorf, Ludmila Riewe, Geschäftsführerin Ingrid Lange und Margarita Grünstern (v. l. n. r.). Auf dem Bild fehlt Ann-Kathrin Körner.

Geschrieben von Dr. Anja Zühlsdorf, NIRO e. V.

Über NIRO:

Das Netzwerk Industrie RuhrOst e. V. (NIRO) wurde Ende 2006 gegründet. Mit derzeit 70 produzierenden Mitgliedsunternehmen aus dem Maschinenbau sowie der Metall- und Elektronikbranche ist NIRO eines der größten Netzwerke für Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Mit Sitz in Unna organisiert das Team unter Leitung von Geschäftsführerin Ingrid Lange die vielfältige Netzwerkarbeit.

www.ni-ro.de

Literaturnachweise:

Athanas, Christoph/Graf, Nele (Hrsg.): Innovative Talentstrategien. Talente finden, Kompetenzen fördern, Know-how binden, darin: Die Außensicht – Fallbeispiel Netzwerk Industrie RuhrOst e. V., S. 235-242, Freiburg 2013

Bensmann, Dieter: Netzwerke. Eine innovative Organisationsform nutzen und managen, Freiburg 2018

Diettrich, Andreas; Wolfgramm, Kati: Netzwerke in beruflicher und wissenschaftlicher Weiterbildung –Theoretische Grundlagen und Empfehlungen zum Aufbau von Netzwerken (Handreichung), Version 1.2, März 2014, abrufbar unter https://www.uni-rostock.de/storages/uni-rostock/UniHome/Weiterbildung/KOSMOS/Kosmos_Dokumente/Netzwerke_final_AD_31_03_14.pdf

Thiel, Stefan: Das „Netzwerk Industrie RuhrOst“ (NIRO) – Bewertung des Leistungspotenzials eines Netzwerkes (Diplomarbeit), Dortmund 2007

Weyer, Johannes: Soziale Netzwerke: Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung, De Gruyter Oldenbourg, 2012

Titelbild: beaded-1421178_1920 von Myriam Zilles auf Pixabay

Showcases by KPS Innovation Campus – IoT, 3D-Druck, Machine Learning und Augmented Reality

Showcases by KPS Innovation Campus – IoT, 3D-Druck, Machine Learning und Augmented Reality

Im KPS Innovation Campus finden die KPS Mitarbeiter den erfinderischen Raum, um innovative Ideen gepaart mit spezifischen Fachkenntnissen gemeinsam in vorzeigbare Lösungen umzusetzen. Das gewonnene Know-How fließt dann in Kundenprojekte zurück. Die Teamleiter des KPS Innovation Campus, Florian Reimann und Jan Blumbach, haben hierfür die Methode „Discover – Develop – Deliver“ entwickelt.
Kirstin Neuberg aus dem Marketing hat mit den beiden über ihre aktuellsten Showcases gesprochen.

Die digitale Woche Dortmund – diwodo – hat 2019 bereits zum dritten Mal stattgefunden. Bei der Eröffnung wurde gesagt, dass alles schneller wird – nicht nur das Internet oder digitale Prozesse. Verbindungen, ob digitaler oder gemeinschaftlicher Natur, werden komplexer. Welchen Showcase habt ihr am KPS-Stand gezeigt und welches komplexe Problem hat euch dabei beschäftigt?

Jan Blumbach: Wir haben dort unseren Case “Machine prints E-Commerce” vorgestellt. Die zwei zentralen Schlüsselbegriffe dabei waren E-Commerce und additive Fertigung – zusätzlich haben wir die Mega-Trends Nachhaltigkeit und Individualisierung  in unsere Idee einfließen lassen.
Genau das steht nämlich am Anfang eines neuen Projekts des Innovation Campus: Was ist Trend, was hat für uns und unsere Kunden Relevanz, und welches Problem wollen wir lösen? Für die diwodo19 stellten wir uns die Frage: Wie kann Produktion “on-demand” funktionieren?

Florian Reimann: Bei „Machine prints e-commerce“ hat uns ein witziges Detail dabei geholfen, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen: Unser 3D-Drucker verzierte Visitenkarten mit dem Schriftzug der #diwodo. Dabei ist die entwickelte Architektur hinter dem 3D-Drucker das eigentlich interessante Detail: Sie lässt sich anpassen und für verschiedenste andere Einsatzgebiete programmieren. Ob sie von einem 3D-Drucker genutzt wird oder von einer CNC-Fräse, die über eine Schnittstelle angesprochen wird, ist unserer Architektur egal. Den vollständigen Showcase „Machine prints e-commerce“ kann man im KPS Design Center in Dortmund sehen.

Jan Blumbach (Mitte) und Florian Reimann (rechts) vom KPS Innovation Campus – EuroCIS 2019

Könnt ihr den Showcase „Machine prints eCommerce“ noch einmal etwas genauer ausführen?

Florian Reimann: Wir haben einen defekten Akkuschrauber und möchten diesen gerne reparieren, statt ihn einfach zu entsorgen. Wir gehen also in den Online-Shop, in dem wir das Produkt gekauft haben und suchen uns das passende Ersatzteil aus, in unserem Fall ein kleines Zahnrad. Anschließend bestellen wir es ganz normal über den Online-Shop. Das interessante dabei ist, dass es das Ersatzteil zu diesem Punkt ja noch gar nicht physisch gibt. Erst mit der Bestellung wird ein Fertigungsauftrag mittels 3D Drucker ausgelöst. Der Kunde wird mittels Chatbot über den aktuellen Produktionsstatus in Echtzeit informiert und kann live bei der Entstehung des Produktes dabei sein.
Am Ende sehen wir eine Nachricht über die abgeschlossene Fertigung und die Bereitstellung zum Versand – oder wir werden benachrichtigt, das Produkt abzuholen.

Kann Produktion durch 3D-Drucker in der Zukunft praktikabel werden?

Jan Blumbach: Es ist für uns vorstellbar, dass 3D-Drucker-Farmen Produkte anfertigen, ähnlich dem Vorgang bei einer Fotodruckstation. Diese Praxis könnte schon bald Standard sein.

Der große Vorteil: Es können Ersatzteile on-Demand produziert werden, um damit ein defektes Bauteil zu ersetzen. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben Produkte damit ein längeres Leben.
Ein Beispiel eines Start-Ups aus dem Fashionbereich: Kunden bestellen individualisierte Muster, die dann on-Demand produziert werden – die Daten werden an die Maschinen übermittelt und das Kleidungsstück wird nach den individuellen Wünschen der Kunden produziert.
Ein on-Demand-angefertigtes Einzelstück, das nicht unnötig Ressourcen verbraucht und zudem Ausdruck unserer Individualität ist, zeigt einen neuen unternehmerischen Ansatz: Den “Sale” muss es so nicht mehr geben – Produktion findet in diesem Fall “on-Demand” statt.

Ihr seid auch bei der #diwodo18 dabei gewesen – was war da euer Thema?

Florian Reimann: Das „Internet of Things“ hatten wir kurzerhand zum „Internet of Beer“ umgetauft – ein Tisch mit integriertem Gewichtssensor sorgt für die nächste Bestellung, sobald das Bier leer ist. Der Chatbot informiert die mobilen Endgeräte an der Bar, wenn ein neues Bier am Tisch benötigt wird.  Für die Umsetzung im interdisziplinären Team haben wir von der Idee bis zum fertigen Tisch nur vier Wochen benötigt, denn „Wir in Dortmund sind Macher“, die Dinge schnell anpacken und in Problemlösungen denken. 

Showcase “Internet of Beer” innerhalb der #diwodo18

Ihr habt ja auch kürzlich bei der Euroshop 2020, der weltgrößten Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, ein neues Projekt gezeigt?

Jan Blumbach: Für die Euroshop 2020 hatten wir einen „Augmented Reality Food Assistant“ entwickelt – die App kann Lebensmittel nach Inhaltsangaben sortieren. Dabei identifiziert sie die Produkte und hebt sie optisch hervor, auf Grundlage der vom Nutzer gesetzten Filter. Das können zum Beispiel Geschmacksrichtungen, aber auch Inhaltsstoffe sein. Das ist ein sehr wirkungsvoller zusätzlicher Service für Kunden, die Allergene oder Unverträglichkeiten ausschließen möchten oder müssen. Natürlich können Kunden auf diese Art Produkte auch auf bestimmte Vorlieben filtern.
Florian Reimann:
Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit, und der Bedarf an Transparenz in der Produktherstellung, stehen für Kunden immer mehr im Vordergrund. Mit dem AR Food Assistant können Lebensmittelhändler die Auswahl und zudem den Einkaufsprozess kundenfreundlicher gestalten, und damit – zumindest für eine gewisse Zeit – einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Der Showcase ist auf großes Interesse gestoßen, und wir diskutieren aktuell weitere Anwendungsfälle dieser Technologie im Retail und HealthCare-Bereich.
Aber was wir als Showcase bei der diwodo20 im November zeigen werden, haben wir noch nicht entschieden!

Showcase „Augmented Reality Food Assistant“ auf der Euroshop 2020

Wir bedanken uns für das Interview und die vielen spannenden Infos! Wer mehr erfahren möchte, kann demnächst im Blog der KPS mehr über den Innovation Campus lesen.

Über KPS

KPS gehört zu den führenden Beratungspartnern für digitale Transformationsprojekte, sei es für den sogenannten Digital Core – die Waren- und Filialwirtschaft – oder für E-Commerce oder E-Business sowie digitales Marketing und Sales.

Kontakt: marketing@kps.com

Redaktion: Kirstin Neuberg, KPS, blog@kps.com

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Wie Start-ins die digitale Transformation in Unternehmen verändern und verbessern

Wie Start-ins die digitale Transformation in Unternehmen verändern und verbessern

Der Mittelstand ist nach wie vor auf der Suche nach den erfolgversprechendsten Ansätzen für die digitale Transformation: Am besten sollen Innovationen mit einer gehörigen Portion Start-up-Spirit vorangetrieben werden. Schließlich gelten Start-ups als wichtiger Motor der Digitalisierung. Und das zu Recht. Mit einem neuen Innovationskonzept können aber auch etablierte Unternehmen ihre Digitalisierungs- und Innovationsprojekte so schnell, schlank und kundenorientiert vorantreiben wie Start-ups – wenn nicht sogar besser. Dieser Innovationsansatz heißt „Start-in“, geprägt vom Dortmunder Digital Hub Logistics. Dabei handelt es sich um Digitalteams in Unternehmen, die mit besonderen Freiheiten ausgestattet sind und eine besondere Vorgehensweise an den Tag legen.

Grundsätzlich sind Digitalisierungsunits oder Digitalbeauftragte in Unternehmen heute nichts Neues mehr. Doch damit diese erfolgreich sind, gilt es einige Hürden zu überwinden: Denn die Digitalteams arbeiten in der Regel an Produkten und Geschäftsmodellen, die das Kerngeschäft des Unternehmens potenziell in Frage stellen. Schnell geht dann das Gespenst der Kannibalisierung um und gute Ideen verschwinden in der Schublade. Zudem folgen die Digitalteams oft noch tradierten Innovationsprozessen. Die mögen das Unternehmen in der Vergangenheit groß gemacht haben. Doch inzwischen geht Innovation anders. Und genau das ist der Kern des Innovationsansatzes „Start-in“: Er setzt auf den heute notwendigen Start-up-Spirit – sowohl auf methodischer als auch auf kultureller Ebene.

Die neue Innovationsformel: Start-in = Start-up + im Unternehmen

Anders als herkömmliche Digitalunits arbeiten echte Start-ins unabhängig vom Tagesgeschäft und räumlich getrennt von der Muttergesellschaft in einem Umfeld, das Innovation treibt. Innovationscoaches aus der Wissenschaft begleiten und befeuern den Innovationsprozess und setzen dabei neuestes Methoden-Know-how und hoch aktuelle Technologien ein. Zudem wählen sie passgenaue Innovationsbausteine aus, die das Start-in benötigt, um neue digitale Produkte zu entwickeln oder entsprechende Geschäftsmodelle aufzusetzen. Mit einem Start-in bringt ein Unternehmen so Technologie und Geschwindigkeit zusammen und treibt die digitale Transformation mit den Mitteln eines Start-ups voran.

Dabei sind Start-ins den – vermeintlich – agileren und schnelleren Start-ups in vielen Belangen sogar überlegen. Denn die selbstständigen Digitalunits der Mittelständler verfügen über ihre Muttergesellschaften über den Zugang zum Markt und über ein Vertriebsnetz – beides klassische Handicaps für junge Unternehmen. Start-ins jedoch haben so die Möglichkeit, ihre Innovationen direkt zum Kunden zu bringen und wirtschaftlich erfolgreicher zu sein.

Ein Unternehmen, das den Weg der digitalen Transformation mit einem Start-in geht, transportiert gleichzeitig ein neues Selbstverständnis: Mit der neuen Herangehensweise an die Digitalisierung ist ein wichtiges Signal für Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und Stakeholder verbunden – nämlich die Bereitschaft, Neues zu wagen und sich konsequent an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren.

Wie Unternehmen ein Start-in erfolgreich machen

So verändern Sie Innovationsprozesse in Ihrem Unternehmen für immer:

1_Sorgen Sie dafür, dass Ihr Start-in klare Ziele hat. In Bezug auf die Zielstellung und in Abhängigkeit zu firmeninternen Kapazitäten und Fähigkeiten kann ein Start-in zum einen das klare Ziel haben, eine bestimmte Anzahl an Innovationen selbst zu entwickeln. Zum anderen kann das Start-in Partnermanagement betreiben und somit aktiv und professionell Start-ups scouten. Grundsätzlich muss die Muttergesellschaft berücksichtigen, wie sich ein Start-in am besten in die Unternehmensstrukturen einfügt.

2_Geben Sie Ihrem Start-in einen eigenen Namen. Denn der eigene Name schwört das Team auf die gemeinsame Idee oder Vision ein und hilft ihm, sich frei zu entfalten. In jedem Fall erhöhen ein eigener Name und ein eigenes Logo auch die Sichtbarkeit des Innovationsteams im Mutterkonzern. Die Rechtsform des Start-ins ist dabei kein entscheidendes Kriterium: Start-ins können sowohl als interne Einheit im Unternehmen verbleiben als auch als eigene Gesellschaft ausgegründet werden.

3_Verleihen Sie Ihrem Start-in Flügel. Um Ideen umzusetzen, müssen Start-ins die notwendige Entscheidungsfreiheit und nicht zuletzt auch ein eigenes Budget erhalten.

4_Statten Sie Ihr Start-in mit mindestens mit zwei Mitarbeitern aus. Diese sollten in Vollzeit an einem gemeinsamen Ort bzw. zusammen in einem Büro arbeiten. Sofern Mitarbeiter aus der Muttergesellschaft in das Start-in übergehen und dies nicht von Beginn an in Vollzeit möglich ist, hat es sich bewährt, in der Übergangsphase bis zur Vollzeit feste Tage zu definieren, in denen die entsprechenden Mitarbeiter nur für das Start-in tätig sind.

5_Sorgen Sie für ein Arbeitsumfeld, das Innovation treibt. Die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen mit erfahrenen Forschern, hungrigen Talenten und wissbegierigen Studierenden wirkt oft wie ein Katalysator für die Arbeit des Start-ins. In einem solchen Innovationsökosystem kommen Start-ins automatisch mit neuestem Methoden-Know-how und hoch aktuellen Technologien in Kontakt. Das beflügelt die Kreativität und bietet einen erheblichen Wissensvorsprung.

6_Geben Sie Ihrem Start-in volle Rückendeckung. Start-ins brauchen die Unterstützung der Geschäftsführung bzw. den direkten Kontakt zur Entscheiderebene. Besonderes Know-how über die Wertschöpfungsstruktur der Muttergesellschaft und Einblick in interne Prozesse sowie das Wissen um interne Herausforderungen sind essentiell, damit Innovationen später erfolgversprechend in die internen Strukturen aufgenommen werden können.

7_Binden Sie Ihr Start-in weiterhin in operative Tätigkeiten ein. Start-ins müssen regelmäßig mit (operativen) Mitarbeitern der Muttergesellschaft zusammenarbeiten. Denn diese sind sowohl mit internen Prozessen als auch mit aktuellen Produkten und Services bzw. den Anforderungen von Kunden vertraut. Start-ins erhalten durch die Zusammenarbeit wichtige interne „Realinformationen“. Dabei können sie über die entsprechend operativ tätigen Mitarbeiter auch die Akzeptanz des Start-ins und seiner Tätigkeiten steuern.

8_Stoßen Sie kulturelle Veränderungen im gesamten Unternehmen an. Die Einbindung von Mitarbeitern der Muttergesellschaft in Digitalisierungsprojekte kann eine kulturelle Herausforderung darstellen und sollte nicht unterschätzt werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Aktivitäten des Start-ins stark von denen der Muttergesellschaft abweichen oder einen Einfluss auf die „klassischen“ Prozesse am Hauptstandort haben. Deshalb gilt es, gerade langjährige bzw. ältere Mitarbeiter zu motivieren, damit sie einmal mehr einen wertvollen Beitrag zu zukunftsweisenden Aktivitäten des Unternehmens leisten können.

Praxis bestätigt den Erfolg des Konzepts

Der Digital Hub Logistics hat den Innovationsansatz des Start-ins nicht nur entwickelt, sondern setzt ihn mit seiner Start-in Factory vor Ort in Dortmund um:

> mit eigenen Innovationscoaches und Innovationsbausteinen,

> einem Coworking-Space und

> Community-Unterstützung.

Der Arnsberger Lagertechnik-Spezialist META-Regalbau, der Maschinen- und Anlagenbauer BEUMER aus Beckum sowie der Anbieter von Lösungen im Bereich der Trinkwasserversorgung BEULCO aus Attendorn – die allesamt zu den „Hidden Champions“ ihrer Branche gehören – nutzen das Angebot beispielsweise im Rahmen von (Jahres-)Mitgliedschaften.

Vom Aufbau strategischer Partnerschaften über die „digitale Veredelung des Portfolios“ bis hin zur Entwicklung einer neuen digitalen Marke: Jedes der Start-ins verfolgt einen anderen Ansatz – und jeder für sich ist stimmig, da er mit den jeweiligen Innovations-, Digitalisierungs- und Unternehmenszielen korrespondiert. Eine solch hohe Flexibilität unterstreicht einmal mehr die besondere Eignung des Innovationsansatzes „Start-in“ für die digitale Transformation.

Gerade erst haben Start-ins aus dem Hub im Rahmen einer Veranstaltung des Transferverbundes Südwestfalen andere Unternehmen über die Mehrwerte des Ansatzes und der Zusammenarbeit mit dem Hub informiert. Wer Interesse an den konkreten Erfahrungen hat, findet den Bericht dazu hier.

Kontakt zu Maria Beck vom Digital.Hub Logistics

Maria Beck ist Managerin des Digital Hub Logistics, einem von zwölf Hubs der de:hub-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, 2019 ausgezeichnet als bester Digital Innovation Hub (DIH) in Europa. Mit der Start-in Factory bietet der Hub mittelständischen Unternehmen aus der Region – und nicht nur solchen aus der Logistik – die Module Process, Place und Community zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Innovations- und Digitalisierungsstrategien an.

Netz: www.digitalhublogistics.de

Mail: maria.beck@effizienzcluster.de

LinkedIn:  https://de.linkedin.com/company/digital-hub-logistics

Twitter: @DigiHubLog

Corporate Blogs: Warum sich ein Unternehmensblog lohnt

Corporate Blogs: Warum sich ein Unternehmensblog lohnt

FRoSTA, Salesforce, G DATA, Thyssenkrupp und Ritter Sport. Das sind nur einige Namen von Unternehmen und Marken, die ein Corporate Blog haben. Durch die Bank verschiedene Branchen von Lebensmitteln, über Software zu Cybersecurity und Technologie. B2B wie auch B2C. Im Grunde gibt es keine Branche, für die es sich nicht lohnt zu bloggen.

Bei den Städten und Gemeinden ist dagegen noch viel Luft nach oben. Zwar gibt es häufig einen Bereich, der als Blog bezeichnet wird aber im Grunde eher einer Newsseite entspricht. Das ist schade, denn die Vorteile eines Corporate Blogs sind extrem vielseitig. Und das Beste: Ein Blog ist unabhängig von sozialen Netzwerken und kann einem nicht weggenommen werden? Neugierig geworden? Super, denn in diesem Artikel zeige ich dir, warum sich ein eigenes Unternehmensblog für Unternehmen, Organisationen, Städte und Gemeinden lohnt. Und, worauf es bei einem guten und damit erfolgreichen Blog ankommt.

Was ist ein Corporate Blog?

Ein Corporate Blog oder Unternehmensblog wendet sich mit seinen Inhalten an Bewerber, Mitarbeiter, (potenzielle) Kunden, Investoren, Partner, Journalisten, Lieferanten usw. Es gibt interne und externe Blogs. Interne Blogs richten sich in der Regel an die Mitarbeiter und sind über das Intranet zu erreichen. Im Gegensatz zu den externen Unternehmensblogs sind sie nicht öffentlich. Viele externe Unternehmensblogs werden von Agenturen und oder der Kommunikationsabteilung einer Organisation betrieben. Sie schreiben die Artikel, gestalten diese und veröffentlichen sie über soziale Netzwerke, den Newsletter und die eigene Website.

Wie unterscheiden sich Unternehmensblogs von privaten Blogs?

Der Unterschied zu einem privaten Blog ist, dass die Themen  in erster Linie einen Bezug zum Unternehmen haben und normalerweise keine oder nur wenig private Interessen vertritt. Natürlich schreiben Mitarbeiter manchmal auch über ihre Hobbies, erzählen von ihrem beruflichen Werdegang oder geben Einblicke in ihr Privatleben. Aber sie tun dies aus der perspektive des Mitarbeiters und nicht als reine Privatperson. Der Bezug zum Unternehmen ist immer erkennbar. Damit zeigt sich das Unternehmen menschlicher und lässt einen Blick hinter die Kulissen zu. Bei einem privaten Blog steht in der Regel eine bestimmte Person dahinter, die über ihr Tun, Hobby oder berufliche Tätigkeit berichtet. Es gibt unter anderem Näh-, Food-, oder Mütter-Väter-Familienblogs. Ebenso gibt es verschiedene Formate bei den Unternehmensblogs wie News-Blogs, Kampagnenblogs, Mitarbeiterblogs und manchmal auch Mischformen. Nicht immer kann streng getrennt werden und soll es auch nicht. Wichtig ist immer zu wissen: An wen wende ich mich mit meinen Inhalten und warum? Dann können auch gerne mehrere Themen in den Artikel gespielt werden – solange sie relevant für die Leserschaft sind. Diese Regel gilt allerdings für Privat- und Corporate Blogs gleichermaßen.

Welche Vorteile bieten Unternehmensblogs?

Der größte Vorteil eines Blogs ist die Unabhängigkeit von Portalen. Ein paar Beispiele: Facebook ändert mal wieder den Algorithmus, Google+ wurde abgeschafft, neue Netzwerke entstehen und auch Suchmaschinen erhalten immer wieder neue Updates. Als Nutzer sind wir von den Entscheidungen der Netzwerke und Plattformen abhängig. Vollständige Kontrolle behalten wir aber mit unserem eigenen Blog: Wir entscheiden, wann, was, wie und wo erscheint.  

Ein Blog zahlt auf die Suchmaschinenoptimierung ein. Die Inhalte von Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest oder Foren sind zwar teilweise auf Google und anderen Suchmaschinen zu finden. In vielen Fällen brauchen die User dennoch einen Zugriff auf diese Plattformen. Ein Blog ist durchgängig ohne Barrieren über das Internet aufrufbar. Die Artikel werden in den Suchmaschinen gelistet und können sich gut positionieren.

Das Blog als Zentrum der Kommunikation: Auf dem Corporate Blog sammeln sich die Inhalte zu neuen Produkten und Dienstleistungen, zu Messebesuchen, Berichte von oder über Mitarbeitern, Themen aus der Branche und Einblicke in das Unternehmen. Von hier aus können die Startseite, Infos zum Vertrieb oder Marketing und der Presse verknüpft werden. Das große Ziel sollte es sein, diese Inhalte über die sozialen Netzwerke und auf Plattformen zu spielen, um dann interessierte Bewerber, Mitarbeiter, Partner, Journalisten auf das Blog zu ziehen. Und hier sind dann die weiterführenden Informationen. Das Blog bietet auch in Krisenzeiten gute Möglichkeiten, um diese zu managen. Beispiel: Anita Freitag-Meyer vom Keksblog hat ihr Blog in einer Krise aktiv dafür genutzt und später einen Preis für ihr hervorragendes Krisenmanagement gewonnen.

Bewerber finden und ansprechen: Die Westfalen AG, das Technologieunternehmen aus dem Münsterland, ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Es nutzt sein Mitarbeiterblog für das Employer Branding. Seit es das Blog gibt, konnte die Personalabteilung feststellen, dass die Bewerbungen wesentlich differenzierter sind. In den Vorstellungsgesprächen zeigte sich, dass sich die Bewerber im Vorfeld über das Blog intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt haben und sehr genau wussten, was sie bei der Westfalen AG erwartet. Ein Blog kann helfen, die Unternehmensmarke zu stärken, für Bewerber attraktiver zu sein und sich gegenüber Mitbewerbern positiv abzugrenzen. Pro Tipp: Schau mal in deiner Branche, welches Unternehmen bloggt und wie. Ich wette, die Menge ist überschaubar. ; )

Marketing erweitern und Vertrieb unterstützen: Eingebunden in die Kommunikation des Unternehmens unterstützt ein Blog die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Mit Beiträgen, die die wichtigsten Fragen von Kunden, Bewerbern und Investoren beantworten, wird Vertrauen geschaffen. Vertrauen ist die Basis, um zu kaufen oder sich zu bewerben. Und Kommunikation funktioniert immer noch von Mensch zu Mensch. Gute Artikel sorgen für Klicks, Conversion und Sichtbarkeit im Netz. Manche Blogs erweisen sich darin als so gut, dass Kosten für Marketingaufgaben teilweise entfallen können. Mit unter können die Kosten für diese Bereiche sogar ganz wegfallen. Einfach weil das Blog diese Aufgaben übernimmt. 

Influencermarketing: Ein gutes Corporate Blog kann auch die Arbeit mit Influencern fördern und unterstützen. Viele Multiplikatoren fühlen sich eher angesprochen Kampagnen zu unterstützen, wenn sie wissen, dass das Unternehmen bereits ein Blog hat. Denn eine Vielzahl dieser Multiplikatoren bloggen selbst.

Was macht ein gutes Corporate Blog aus?

Kurz gesagt: Persönlichkeit, hervorragende Inhalte, regelmäßige Beiträge und Suchmaschinenoptimierung. Dazu gehört auch moderne Technik, wie eine URL, die mit https anfängt und Blogs, die auf mobile Endgeräten abgestimmt sind.

Damit es hervorragende Beiträge auf einem Blog gibt, muss im Vorfeld klar sein, an wen sich das Unternehmensblog wenden soll. Wer ist die Zielgruppe? Was soll das Blog konkret erreichen? Wie sollen die Ziele erreicht werden?

Kurzum: Kein Blog ohne Strategie und Konzept. Alles andere ist nur rausgeschmissenes Geld und dann kann man es auch lassen.

Mobile only: Ein Blog, das heute nicht auch via Smartphone und Tablet gut zu lesen ist, braucht erst gar nicht online gehen. Google hat die Devise „mobile first“ bestimmt und wenn ein Blog diese Anforderungen nicht erfüllt, wird es von den Suchmaschinen schlechter bewertet. Mit dem Stand der Technik mitzugehen, halte ich ebenso für wichtig, wie Vorgaben von Gesetzgebern zu folgen.

Hilfreiche und interessante Artikel: Ein Artikel, der Lösungen für ein Problem anbietet, unterhält, Informationen bietet, lebendig geschrieben ist und weiterführende Inhalte empfiehlt, ist ein guter Beitrag. Ein Leser sollte nach dem Lesen eines Blogposts schlauer sein als vorher. Wenn das der Fall ist, dann hast du alles richtig gemacht.

Regelmäßige Beiträge: Regelmäßig bedeutet kontinuierlich. Such dir einen Tag oder zwei Tage in der Woche/Monat aus, an dem/denen du publizierst. Klar, im beruflichen Alltag ist das Veröffentlichen von zweimal wöchentlich häufig schwierig. Allerdings wächst das Blog schneller und gewinnt eher Leser als einmal die Woche. Du kannst auch alle 14 Tage einen Artikel rausbringen. Wichtig ist: Such dir einen festen Termin aus und bleib erst einmal dabei. Werte nach und nach deine Google Analytis oder Piwik-Zahlen aus und beobachte, an welchen Tagen die meisten Zugriffe verzeichnet sind. Sei flexibel aber beständig. Vier Wochen lang regelmäßig publizieren, dann wieder zwei Monate Pause, um dann wieder für zwei Wochen einen Beitrag zu bringen, ist Quatsch. Dann lass es. Besser ist, du produzierst Artikel vor und veröffentlichst sie dann nach und nach. So hast du genug Puffer für weitere Artikel, die du schreiben kannst. Denk auch an Optionen wie Gastartikel oder das Aktualisieren von bereits erschienen Beiträgen. Das gibt dir wieder Zeit für eigene Posts, du hast frischen Content und hältst deine Beiträge aktuell.

Artikel müssen lesbar sein: Absätze, Zwischenüberschriften, Verlinkungen auf weiterführende Artikel von dir bzw. von anderen Websites bieten ein höheres Lesevergnügen. Mit Videos, Zitaten und Bildern lockerst du deinen Artikel auf und verhinderst Textwüsten. Sei auch kritisch, diskutiere Themen und zeig das du dich in deiner Branche auskennst. Du darfst auch kontrovers sein, solange du deine Meinung bzw. die deines Unternehmens verargumentieren kannst. Einfach Kritik raushauen ohne Begründung ist ein No-Go.

Kommentarfunktion: Ein gutes Blog bietet eine Kommentarfunktion. Ein Blog ist Dialog. Alles andere nur ein Monolog. Mit den Lesern zu sprechen, ihre Meinung zu hören und Wünsche wahrzunehmen, gehört zu einem guten Blog. Angst vor Kritik ist meiner Meinung nach kein Argument, das gegen ein Blog spricht. Dann braucht es auch keine Website oder Kanäle in den sozialen Netzwerken. Im Netz wird eh über einen gesprochen. Dann ist es nur sinnvoll zu prüfen, was und wie, um im Falle eines Falles reagieren zu können. Auch über das Blog. Die oben genannten Corporate Blogs machen vor, wie es geht.

Ich halte noch mal fest:

  • Ein Blog braucht Strategie und ein Konzept
  • Imageunterstützung
  • Sichtbarkeit für Kunden, Bewerber und Partner in den Suchmaschinen
  • Abgrenzen von Mitbewerbern
  • Unterstützung von Marketing und Vertrieb
  • Förderung des Employer Brandings
  • Stärkung der Mitarbeiterbindung
  • Unabhängigkeit von sozialen Netzwerken und der Presse
  • Zusätzlicher Kanal in Zeiten von Krisen

Ich hoffe, ich konnte dir nicht nur die Vorteile eines Corporate Blogs vermitteln, sondern auch ein paar Tipps geben, was ein gutes Blog ausmacht. Viel Spaß dabei!

Über die Autorin

Daniela Sprung
Fotografin: Anke Sundermeier
Daniela Sprung ist Bloggerin, Content-Marketing & Social-Media-Managerin. Sie hat mehrere Jahre ein Corporate Blog in der Schweiz führend geleitet und berät Unternehmen sowie Selbständige zu Blogs, Corporate Blogs und Social Media. Als Speakerin und Dozentin vermittelt sie ihr Wissen rund um die Bereiche Blogs und Social Media. Mit ihren beiden Eventformaten Blog4Business und dem Corporate Blog Barcamp bringt sie Macher und Interessierte zum Thema Corporate Blog zusammen

Blog: bloggerabc
Facebook: bloggerabc
Twitter: bloggerabc
Xing: Daniela Sprung
LinkedIn: Daniela Sprung

Bildung im Flug?

Bildung im Flug?

Aktuell wird in Deutschland viel über die digitale Bildung diskutiert. Mit im Diskussionstopf befinden sich zudem Begriffe wie digitale Schulen sowie der digitale Unterricht und wie das alles zusammenpassen soll. Nachdem das Land NRW das Pflichtfach Informatik beschlossen hat, hat sich die Diskussion noch weiter intensiviert. Dass jetzt was getan werden muss, wird immer mehr Menschen deutlicher denn je. Es scheint, unter digitaler Bildung versteht jeder etwas anderes. Wie unsere Schulen aussehen, wie der Unterricht der Zukunft gestaltet wird und wie Lehrer*innen in Zukunft ausgebildet werden sollen, ist nicht ganz so klar und einfach, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht.

In diesem Blogbeitrag schildern wir von der brickobotik OHG einen Baustein aus unserem Portfolio zur digitalen Bildung mit Drohnen. Im Text sind Referenzen auf wissenschaftliche Publikationen hinterlegt, die für alle von Interesse sind, die weitergehende Informationen wünschen.

Digitale Bildung

Oft werden digitale Bausteine beziehungsweise Hilfsmittel als Allheilmittel gesehen. Hier ein Laptop, da ein iPad und noch ein Smartboard an die Wand des eigentlich viel zu schlecht ausgestatteten „Computerraums“ und die Schule soll fit für das digitale Zeitalter sein. Dass das nicht stimmen kann, ist bei vielen Fördermaßnahmen und auch in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Noch immer liegt der Fokus zu sehr auf der Hardware. Die ist nicht unwichtig, keine Frage. Genauso ist die Auswahl geeigneter digitaler Tools sicherlich nicht einfach. Vor allem aber die Ausbildung und Weiterbildung von Lehrer*innen darf nicht vernachlässigt werden. Die mangelnde Medienkompetenz ausschließlich Schüler*innen zuzuschreiben, greift deutlich zu kurz. Auch Lehrende müssen in diese Richtung befähigt werden, damit ein kompetentes Handeln im Medienzusammenhang möglich ist. Das Modell medienpädagogischer Kompetenz von Sigrid Blömeke (2001) grenzt zum Beispiel fünf Kompetenzbereiche ab:

  • die eigene Medienkompetenz,
  • die sozialisationsbezogene Kompetenz im Medienzusammenhang (wie Schüler*innen Medien verwenden),
  • die mediendidaktische Kompetenz,
  • die medienerzieherische Kompetenz und
  • die Schulentwicklungskompetenz im Medienzusammenhang.

Mit Blick auf die heutige Digitalisierung wird dieses Modell zum Beispiel durch den europäischen Rahmen für die digitale Kompetenz von Lehrenden, kurz DigCompEdu (Digital Competence of Educators) (Redecker & Punie 2016), erweitert.

Zahlreiche Studien haben allerdings gezeigt, dass es auf mehr als den Einsatz von digitalen Medien und Kompetenzmodellen ankommt. Die Einstellungen, Werthaltungen und Selbstwirksamkeitsüberzeugung von Lehrer*innen sind entscheidend für den Erfolg von digitalen Medien im Unterricht (Knezek & Christensen 2016; Prasse 2012). Für unser Veranstaltungskonzept ist das enorm wichtig. Schüler*innen abzuholen und zu motivieren, ist mit Technik oft recht einfach. Geeignete Tools bereitzustellen, die auch Lehrer*innen überzeugen, erfordert Fingerspitzengefühl und viele Stunden Erfahrung auf unserer Seite.

Wenn es um Zukunftskompetenzen geht, ist oft von den „Vier Cs“ die Rede: (1) Communication, (2) Critical Thinking, (3) Creativity und (4) Collaboration. Das SINUS-Institut hat eine Studie für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung durchgeführt und diese bekannten „Vier Cs“ durch zwei weitere ergänzt: (5) Charisma und (6) Coolness. Bevor diese beiden Wörter als Jugendsprache oder Blödsinn abgetan werden: Charisma bedeutet, dass Ideen gut vorgetragen und vermittelt werden können und unter Coolness wird verstanden, dass jemand in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt und auf seine Gesundheit achtet. Das macht deutlich, wie wichtig diese Begriffe beziehungsweise Eigenschaften sind.

Drohnen als digitales Lernobjekt

Häufig kommen Mikrocontroller oder Robotik-Sets in Schulen zum Einsatz. Zum Beispiel der Calliope mini oder der LEGO Mindstorms Education EV3, um jeweils einen Vertreter der beiden Kategorien zu nennen. Beides sind Möglichkeiten, die gut funktionieren, erprobt sind und eine starke Anziehung auf Kinder und Jugendliche haben.

Wir nutzen diese Werkzeuge ebenfalls sehr gerne. Darauf, dass der Begriff des Werkzeugs nichts ganz korrekt ist, kommen wir zum Abschluss dieses Beitrags noch mal zu sprechen. Unserer Erfahrung nach sind diese Angebote schnell erlernbar, gut in den Unterricht zu integrieren und auch bei Lehrer*innen durchaus beliebt. Etwas erfahrene Schüler*innen können damit aber nicht immer abgeholt werden und manchmal muss es auch etwas Neues sein.

Ein LEGO Mindstorms Education EV3 im Einsatz.

Ein Nachteil von Robotern, beziehungsweise Mikrocontrollern mit Motoren und Rädern ist, dass sie sich zweidimensional auf einer Ebene fortbewegen. Für viele Lehrbeispiele reicht das selbstverständlich aus, ebenso wie für die Einführung von Konzepten der Informatik. Wer allerdings diese zwei Dimensionen verlassen möchte, muss sich etwas anderes überlegen.

Ganz neu im Programm sind Drohnen. Nicht als technische Errungenschaft, denn eingesetzt werden sie schon länger. Die Nutzung im Unterricht hingegen ist relativ neu. Diese kleinen, fliegenden und gleichzeitig flinken Akrobaten der Lüfte begeistern neuerdings Jung und Alt. Für den Einsatz in Schulen, oder zum Beispiel auf Events, eignen sich hervorragend kleine Drohnen, die häufig mit dem Zusatz „Education“ als besonders geeignet für den Einsatz im Bildungskontext gekennzeichnet sind. Diese Drohnen zeichnet aus, dass sie sehr leicht, wendig, klein und über bestimmte Apps ansteuerbar sind. Letzteres entweder im Flugmodus, indem via Smartphone, Tablet oder Laptop Flugbefehle übermittelt werden oder durch das Erstellen eines Programms innerhalb dieser Anwendungen. Diese Programmierung ist, in der Regel, ebenfalls mit Smartphone, Tablet oder Laptop möglich.

Die Drohne DJI Tello Edu aus der Nähe

Drohnen bieten einen entscheidenden Unterschied zu Robotern und Mikrocontrollern (mit Motoren): Sie fliegen und bewegen sich damit dreidimensional im Raum. Was sich wie eine triviale Beobachtung anhört, ist im Bildungskontext eine Bereicherung. Plötzlich müssen sich Schüler*innen damit auseinandersetzen, dass es nicht nur ein links/rechts und vorwärts/rückwärts gibt, sondern zusätzlich ein oben/unten. Die Anforderung, von einer Koordinate zur nächsten zu kommen, muss jetzt anders gelöst werden, als auf einer Ebene zu navigieren. Das Problem kann zwar ebenso wie bei Robotern angegangen werden, indem die Drohne beispielsweise erst kurz nach vorne, dann nach oben und dann wieder nach vorne gesteuert wird. In einer Lehrsituation merken Schüler*innen allerdings schnell, dass diejenigen einen Vorteil haben, die dreidimensional denken und ihre Drohne so steuern. Mit geeigneten Anwendungen, an denen brickobotik für den bildungsorientierten Einsatz gerade zusätzlich arbeitet, können weitere Möglichkeiten in den Unterricht integriert werden, zum Beispiel zu den Themengebieten Mathematik und künstliche Intelligenz.

Drohnen im Unterricht oder als Team-Event

Seit circa einem Jahr setzen wir die Tello Edu Drohne von DJI ein. Sowohl für Schul-AGs, im Unterricht, oder bei anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel bei der dasa und Team-Events von Unternehmen. Zuvor haben wir einige andere getestet, fanden diese aber am besten, was die Programmierung durch eine eigene Anwendung mit visueller Programmiersprache oder über die textbasierten Sprachen Swift und Python anbelangt. Andere Drohnen, wie zum Beispiel die Parrot Mambo, sind etwas flinker im Flugmodus und reagieren besser, die Ansteuerung über selbstgeschriebene Programme war allerdings nicht ganz auf dem Stand der DJI Tello Edu. Zudem hat die Tello einen stabileren Flug, was sehr von Vorteil ist, wenn die Drohne programmiert werden soll und wenn Kinder und Jugendliche damit arbeiten.

Die Parrot Mambo von oben

In unseren Veranstaltungen und Fortbildungen nutzen wir immer iPads. Die Anwendung auf einem Tablet ist auf der folgenden Abbildung zu sehen. Die Einführung für Schüler*innen ist in der App sehr gut gelöst. Über kleine Tutorials können Basisfunktionen erlernt werden, so dass die erste Drohne schnell abhebt und wieder landet. Weitere Funktionen werden in Windeseile anhand von Aufgaben erlernt, die in unseren Kursen Stück für Stück erklärt werden und im Schwierigkeitsgrad steigen.

Die iPad-App mit dem Tutorial

Damit das Handling der Drohnen gut funktioniert, gibt es in unseren Veranstaltungen erst einen kleinen Theorieteil. Dabei erarbeiten wir gemeinsam mit den Schülern*innen die Funktionsweise der unbemannten Flugobjekte, erschließen mögliche Einsatzgebiete und diskutieren auch über problematische Anwendungsfälle wie Überwachungseinsätze. Ein besonderes Highlight der Präsentation ist immer wieder das Video einer chinesischen Drohnenschwarm-Flugshow.

Eine beliebte Aufgabe ist der vorprogrammierte Flug durch einen Parcours. Das endet regelmäßig im „Angriff auf die Schwimmnudeln“. Dabei müssen sich die Teilnehmenden einer Veranstaltung darüber Gedanken machen, wie die Drohne (a) ohne Kollision an allen Hindernissen vorbeikommt und (b), wie das am schnellsten vonstattengehen kann. Denn welches Team am schnellsten fehlerfrei durch den Parcours fliegt, gewinnt am Ende einen Preis. Wie die nachfolgenden Bilder zeigen, nutzen wir häufig Hula-Hoop-Reifen und Schwimmnudeln als Hindernisse. Gerade bei den Schwimmnudeln ist die Gefahr, die Drohnen zu beschädigen, am geringsten.

Die Programmierung ist dabei so einfach, dass jeder eine Drohne bedienen und programmieren kann. Eine kurze Einführung reicht und es kann losgehen. Die iPad App unterstützt den Flugmodus und einen Modus zum freien Programmieren über eine blockbasierte Programmiersprache, wie die nachfolgenden zwei Abbildungen zeigen.

Und der Mehrwert?

Beim Einsatz von digitalen Medien wird schnell das Totschlagargument schlechthin rausgeholt: der Mehrwert. Ohne diesen scheint ein digitales Medium nicht nützlich zu sein. Digitale Medien sind neue Medien, da sie tatsächlich anders „ticken“ und anderen „Naturgesetzen“ unterliegen. Ein Vergleich mit den analogen Medien ist in vielerlei Hinsicht sehr schwierig. Was gut funktioniert sind vergleichende Beschreibungen. Um einen Mehrwert benennen zu können, müssen vergleichbare Bedingungen geschaffen werden, was schwierig bis unmöglich ist, weil beide Medienwelten ganz anders funktionieren und „ticken“. Dafür sind beide Medienwelten in vielerlei Hinsicht aber deutlich zu unterschiedlich. Die Pinguin-Medienmetapher, beziehungsweise das entsprechende Video dazu, erläutern diesen Sachverhalt sehr gut.

Statt die analoge und digitale Welt ständig miteinander zu vergleichen, was wie beschrieben schwierig ist, sollte die digitale Welt lieber erkundet werden. Ausprobieren, was damit möglich ist, was anders und was vielleicht gleich ist. Digitale Medien eröffnen neue Lernräume und Lernchancen, weil Inhalte anders vermittelt werden können und anhand anderer Beispiele und Objekte darstellbar sind. Diese Möglichkeiten sollten wir nutzen.

Über brickobotik

Unsere Mission ist die digitale Bildung für alle. Egal ob Bildungseinrichtung, Privatperson oder Unternehmen. Wir bieten Kurse, Fortbildungen, Gerätewartung und Beratungen an, um digitale Medien im Bildungskontext optimal einzusetzen.

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Sarah Fleuren, Trainerin, Drohnenexpertin und als didaktische Leitung zuständig für die inhaltliche Ausrichtung und Weiterentwicklung.
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Fabian Deitelhoff, Gründer und Geschäftsführer. Zuständig für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung.
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Digitalisierung im Mittelstand – Die Wahl des passenden Rechenzentrums

Digitalisierung im Mittelstand – Die Wahl des passenden Rechenzentrums

Das Thema Rechenzentrum ist längst nicht mehr nur eines großer Konzerne und Unternehmen, sondern es hält zunehmend Einzug im Mittelstand. Vor allem bei mittelständischen Unternehmen ist die Nachfrage nach Rechenzentrums-Dienstleistungen hoch – Tendenz steigend. Ein rasant zunehmendes Datenwachstum sowie eine immer komplexer werdende Infrastruktur, die für den sicheren Betrieb von Systemen und Anwendungen benötigt wird, sind die Hauptgründe dafür, warum sich viele Unternehmen für die Auslagerung der Systeme in Rechenzentren entscheiden.

Das richtige Rechenzentrum finden – sicher und wirtschaftlich

Bei der Wahl des passenden Rechenzentrums stehen aktuell insbesondere Fragen der Hochverfügbarkeit und Sicherheit, aber auch kritische Punkte im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des Themas Energieeffizienz im Vordergrund. Das bedeutet, dass moderne Rechenzentren heutzutage sichere, hochverfügbare und energieeffiziente IT-Infrastrukturen bieten müssen, die darüber hinaus in ihrer konzeptionellen Struktur auch für künftige technologische Entwicklungen gut gerüstet sind. Diese Art der Rechenzentren folgt zudem meist modularen Konzepten, um mit den Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu wachsen. Insbesondere für den auf Wachstum programmierten Mittelstand sind solche modularen Konzepte eine gute Wahl.

Planung und Konzeption

An der Stelle muss allerdings gesagt sein, dass Konzepte „von der Stange“ nicht zielführend sind. Vielmehr sollte der erste Schritt für den Bau eines neuen Rechenzentrums eine möglichst methodenbasierte Strategieentwicklung und Planung sein. Neben der eigentlichen Standortwahl müssen beim Bau eines Rechenzentrums bereits in der Vorplanungsphase eine Reihe an Aspekten bedacht werden. Hierzu gehören unter anderem bauliche Gegebenheiten, die Versorgungs- und Sicherheitstechnik, Datensicherung und Backup-Konzepte.

Gerade die Themen Backup und Disaster-Recovery sind hier von nicht zu unterschätzender Bedeutung. „Es gibt zwei Möglichkeiten, auf ein Rechenzentrum zu setzen: Entweder Sie lagern Ihre komplette Rechenleistung aus oder nutzen ein Rechenzentrum für den Notfall und für Backups. Bei einem Disaster-Recovery-Rechenzentrum (auch DR-Location, Notfall-Rechenzentrum oder Ersatz-Rechenzentrum genannt) werden die Ressourcen Ihres Rechenzentrums gespiegelt. Fällt Ihr primäres Rechenzentrum aus, stehen die Daten der DR-Location weiterhin zur Verfügung.“, schreiben die Experten der DOKOM21, mit über 4.600 Quadratmetern der größte Rechenzentrumsbetreiber im Ruhrgebiet, über die Möglichkeiten, für den Notfall vorzusorgen. Das Thema Disaster-Recovery wurde zuletzt im Ruhrgebiet während der Bombenentschärfungen in Dortmund heiß diskutiert. Erst im Krisenfall wird vielen Unternehmen bewusst, dass sie nicht ausreichend gegen Systemausfälle abgesichert sind.

Kosten für den Bau des passenden Rechenzentrums

Eine pauschale Aussage über Baukosten und Bauzeit lässt sich nicht geben, da diese stark von individuellen Gegebenheiten abhängen. Damit sich die Planungsphase nicht unnötig in die Länge zieht, sollte frühestmöglich der richtige Partner mit einbezogen werden, der den Bau eines Rechenzentrums als Kernkompetenz versteht. Denn: prinzipiell kann jeder Bau eines Rechenzentrums zu einer komplexen Angelegenheit werden. Erhebliche Ineffizienzen bei einem solchen Projekt bestehen häufig bereits bei der Definition der Anforderungen und in der Vorplanungsphase. Wertvolle Zeit und damit auch Budget werden oft unnötig vertan. Gerade mittelständische Unternehmen sind auf eine kosteneffiziente Lösung beim Bau eines leistungsfähigen Rechenzentrums angewiesen.

Die DOKOM21 ist ein professioneller und regionaler Dienstleister für Rechenzentrums- und Telekommunikationslösungen mit Sitz in Dortmund. Das 2.600 Quadratmeter große Rechenzentrum in Dortmund Huckarde ist das größte im Ruhrgebiet. Mit insgesamt 4.600 Quadratmetern bietet DOKOM21 die größte Rechenzentrumsfläche in NRW.

Ihr direkter Kontakt zu DOKOM21

Carsten Schäfer
Leiter Vertrieb Geschäftskunden
Tel.: 0231.930-93 62
c.schaefer@dokom21.de

Thomas Hennecke
Vertriebsleiter Region Südwestfalen
Tel.: 0231.930-94 26
t.hennecke@dokom21.de

Wer erfolgreich digitalisieren will, braucht eine neue Perspektive

Wer erfolgreich digitalisieren will, braucht eine neue Perspektive

Photo by Giu Vicente on Unsplash

Reden wir über Digitalisierung, dann reden wir oft über Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Blockchains, das Internet der Dinge und auch gerne mal über die Cloud. Damit allein kommen wir natürlich nicht weiter, also denken wir auch über New Work, Agilität und Innovationsmethoden wie Design Thinking nach.

Fakt ist, viel bringt uns das nicht. Wir reden, gerade in Deutschland, wahnsinnig gerne über Methoden und Technologien wie die oben genannten, aber wir tun uns schwer damit, über konkrete Problemstellungen und Lösungen zu sprechen. Das Werkzeug ist uns wichtiger als das Problem. Und über kurz oder lang ist genau das ein entscheidender Faktor, der viele von uns daran hindert, erfolgreich am digitalen Wandel beteiligt zu sein.

Wie erfolgreich sind Digitalisierungsprojekte?

Digitale Geschäftsmodelle und -prozesse im Unternehmen sind, insbesondere wenn wir über etablierte Unternehmen reden, heutzutage nur selten von Erfolg gekrönt. Sie dauern zu lang, kosten zu viel Geld, stoßen bei der Belegschaft, aber auch bei Kunden und Geschäftspartnern auf wenig Gegenliebe. Und sie beseitigen oft nur Symptome, denn eine spezifische Lösung, die natürlich eine intensive Auseinandersetzung mit der Problemstellung durch alle Beteiligten erfordert, bleibt in aller Regel aus.

Photo by Sarah Kilian on Unsplash

Gerne blenden wir das aus. Die Denke des industriellen Zeitalters, geprägt von Taylor und Ford, lehrt uns die Maxime der Optimierung und bestimmt heutzutage immer noch maßgeblich unser unternehmerisches Handeln. Doch immer häufiger müssen wir feststellen, dass die Theorien und Strategien, die dieser Denkweise entspringen, den heutigen Gegebenheiten einer hochkomplexen, sich immer schneller bewegenden und global agierenden Wirtschaftswelt nicht mehr gewachsen sind.

Metriken und KPIs beispielsweise laden uns dazu ein, die Effizienz immer weiter zu steigern. Und darin sind wir, selbst mit begrenzter digitaler Unterstützung, im Laufe der Zeit auch immer besser geworden. Auf der Strecke bleibt dabei oft die Tatsache, dass Metriken auf (in aller Regel radikal) vereinfachten Modellen beruhen, die die Dynamik der heutigen Realität nur noch unzureichend abbilden. Wir optimieren einzelne Stellschrauben, haben aber zugleich aus den Augen verloren, dass das Drehen an einem Schräubchen an unzähligen anderen Stellen mitunter schwerwiegende Auswirkungen haben kann. Wer dies nicht beachtet, verschlimmert häufig eher die Gesamtsituation als diese zu verbessern. Zahlen, egal wie häufig sie aktualisiert werden und wie viele Nachkommastellen sie haben, sind immer nur so genau wie das Modell, dem sie entspringen.

Wie profitiert man vom digitalen Wandel?

Wer vom digitalen Wandel profitieren will, ist gut darin beraten, seine Antworten auch abseits der Zahlen, in systemtheoretischen Zusammenhängen zu suchen und sich darum zu bemühen, die komplexe Dynamik des Zusammenspiels von Technik, Mensch und Markt zu verstehen. Effektivität, also die richtigen Herausforderungen und Probleme anzugehen, hat Effizienz, also etwas mit so wenig Ressourceneinsatz wie möglich zu tun, als primären Erfolgsfaktor vielerorts abgelöst.

Das heißt natürlich nicht, dass man die Automatisierung von Prozessschritten und Wertschöpfungsketten unterlassen sollte, um wertvolle Ressourcen zu sparen. Man sollte aber sorgfältig über den Grund nachdenken, was man einsparen möchte und warum man dies tut. Möchte ich das Potenzial meiner Belegschaft wirklich dafür nutzen, mein Geschäft nach vorne zu bringen, dann muss ich damit aufhören, diesen Personen lästige Routineaufgaben aufzuhalsen, die unnötig Zeit kosten, oft anfällig für Fehler sind und nicht maßgeblich und strategisch zur Wertschöpfung meines Unternehmens beitragen.

Deshalb beginnen sinnvolle und Mehrwert schaffende Digitalisierungsstrategien stets damit, Freiräume zu schaffen. Denn komplexe Problemstellungen, und das betrifft insbesondere auch die Entwicklung neuer und besserer Geschäftsmodelle und den Eintritt in neue Märkte, erfordern Freiräume zum denken, handeln und experimentieren.

Projekte, die solche Freiräume durch Digitalisierung schaffen, sind nicht nur essentiell für eine tragfähige und nach vorn gerichtete Unternehmensstrategie. Sie erfolgen idealerweise auch in kleinen Schritten, lassen sich also mit vergleichsweise geringen Kosten und in überschaubarer Zeit umsetzen. Sie setzen an gut isolierten Punkten in der Wertschöpfungskette an, die oft genug jetzt schon durch Brüche im Geschäftsprozess geplagt werden. Auf natürliche Weise ergeben sich so die Freiräume, größere und mutigere Vorhaben anzugehen.

Sechs Handlungsempfehlungen für Ihre Digital-Strategie

Welche Perspektive, welches Handeln erfordert damit eine erfolgreiche Digitalisierung? Gerne gebe ich Ihnen dazu folgende Handlungsempfehlungen mit auf den Weg ins Zeitalter, in dem Daten angeblich das neue Gold sind:

  1. Lassen Sie sich nicht von technischen Fachbegriffen und Buzzwords ablenken oder einlullen. Erfolgreich zu digitalisieren heißt, sich mit den spezifischen und individuellen Problemen eines Unternehmens auseinander zu setzen, und das gilt gleichermaßen für die Beteiligten, also einerseits für die Führungskräfte und Mitarbeiter im Unternehmen selbst, aber genauso  auch für alle externen Kooperationspartner und Dienstleister.
  2. Sorgen Sie für einen umfassenderen Blick aufs Ganze. Denken Sie systemisch. Messen und betrachten Sie nur die Dinge isoliert, für die dies wirklich Sinn macht. Die Analyse der Dynamik komplexer Zusammenhänge übertrumpft die eher statische Betrachtung einzelner Aspekte des Ganzen in vielen Fällen.
  3. Schaffen Sie gezielt Freiräume, um größer denken zu können. Der typische Feuerwehr-Modus des Mittelständlers kann nicht enden, ohne systematisch das Aufflackern neuer Brände zu verhindern. Ob Rechnungsstellung, Zeiterfassung, Wissensmanagement oder Ein- und Verkauf. Automatisieren Sie Routineaufgaben und nutzen Sie das frei werdende Potenzial Ihrer Mitarbeiter für die strategische Weiterentwicklung Ihres Unternehmens.
  4. Nutzen Sie diese Potenziale richtig. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll neue Herausforderungen lösen. Hier sind Kreativität, Lösungskompetenz und Auffassungsgabe Ihrer Mitarbeiter gefragt. Digitale Denke ist nicht allein geprägt durch die Fähigkeit, programmieren oder technisch denken zu können. Sie ist ein wertvolles Hilfsmittel, um echte und nachhaltige Mehrwerte für Ihr Unternehmen zu schaffen und erfordert interdisziplinäre Vorgehensweisen.
  5. Digitalisierung ist keine Wahl, sie ist ein Prozess, den wir gezwungenermaßen durchlaufen. Sie durchdringt heutzutage alle Aspekte unseres Handelns und Wirkens, sie geht uns alle an und gehört damit insbesondere im Unternehmenskontext nicht nur zur täglichen Arbeit aller Mitarbeiter, sondern auch auf die Agenda der gesamten Führungsriege – und zwar jeden Tag aufs Neue.
  6. Der digitale Wandel ist kein Projekt, das man irgendwann einmal abschließen kann. Er ist ein evolutionärer Prozess, den wir aktiv mitgestalten können und müssen – sofern wir auch noch in der Wirtschaft und Gesellschaft von morgen noch eine Rolle spielen wollen.

Hendrik Belitz

Hendrik Belitz berät Kunden in Methoden und Strategien für den digitalen Wandel, insbesondere im Bezug auf das nachhaltige und innovative Zusammenspiel von Menschen, Prozessen und Technik. Er ist zudem als Speaker und Umsetzer digitaler Projekte für den Mittelstand tätig.

Netz: https://hendrikbelitz.de/

Blog: https://medium.com/innovation-through-understanding

Mail: hendrik@hendrikbelitz.de

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Sketchnotes für die Event-Kommunikation

Stephanie Kowalski

Sketchnotes für die Event-Kommunikation

Stephanie Kowalski

Mit meinem Tablet auf dem Schoß habe ich bei der Eröffnung der #diwodo19 den einen oder anderen verwirrten Blick auf mich gezogen. Warum? Die Veranstaltungseröffnung durfte ich mit Sketchnotes begleiten. Wozu braucht man visuelle Notizen für eine Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung und Technologie?

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Chatbots sind auch nur Menschen

Chatbots sind auch nur Menschen

Nicht nur Menschen, auch Maschinen, Software und Webseiten verändern sich. Digitale Sprachassistenten wie Chatbots finden sich heute auf vielen Webseiten sowie in Apps. Diese können dabei helfen, beispielsweise den Kundendialog zu fördern. In der ersten Generation, etwa in den 1960er Jahren, basierten Chatbots auf einer Entscheidungsmatrix. Sie konnten nur auf exakte Fragen mit spezifischem Output antworten und waren regelbasiert.

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Neues Jahr – Neuer Blog

Kick-off diwodo19

Neues Jahr – Neuer Blog

Kick-off diwodo19

Im November 2019 fand die dritte Digitale Woche Dortmund, kurz #diwodo statt. Mit über 100 Veranstaltungen von 80 Veranstalter*innen war sie mit 6.500 Fachbesucher*innen noch mal deutlich größer als im Jahr zuvor. 

Im Sommer 2019 liefen die ganzen Anmeldungen an Events, Workshops, Meetups, Vorträgen, Konferenzen, etc. zu digitalen Themen bei uns ein – und wir waren echt beeindruckt! Es gab Events für IT-Profis und Neulinge; das Angebot war bunt gemischt und man konnte sich zu allen digitalen Themen neuen Input holen.

Es ist ein Leichtes, innerhalb des lebendigen Netzwerks aus innovativen Köpfen am Digital-Standort Dortmund neue Kontakte zu schließen. Die Menschen hier sind freundlich, offen und sie teilen gerne ihr Wissen. Immer wieder wurde uns rückgemeldet: Die Dortmunder Digital-Community ist stets am Puls der Zeit und ein guter Gastgeber. 

Die Vielfalt und Kompetenz des Netzwerks möchten wir hier in diesem Blog präsentieren. Ihr findet hier ab sofort regelmäßig neue Artikel von Unternehmen und Institutionen der Dortmunder Digital-Community. Die Artikel richten sich mal an Anfänger*innen, mal an Expert*innen. 

Folgt uns auf Facebook, Twitter und Insta und entdeckt dort über das gesamte Jahr interessante Events rund um die Digitalisierung. Besucht die Digitale Werkbank, seid bei der nächsten #diwodo dabei, sprecht uns an und werdet so Teil dieses außergewöhnlich lebendigen Netzwerks. 

Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch! 

Maike Kranaster und Kai Bünseler

Fotos: Anke Sundermeier
Foto Kai: Andreas Muck
Foto Maike: Sabrina Richmann

 

Dortmund als neuer digitaler Hotspot

Dortmund als neuer digitaler Hotspot

Die Stadt Dortmund hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für digital agierende Unternehmen und Akteure entwickelt. Doch was zieht sie in die Ruhrgebietsmetropole?

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Blockchain – Manipulationsgeschützt rückverfolgbar

Blockchain – Manipulationsgeschützt rückverfolgbar

Nach zehn Jahren Bitcoin hat sich die Blockchain emsig in Bereiche vorgearbeitet, wo sie ihre Vorteile jenseits von Kryptowährungen ausspielen kann. Den nächsten Schritt setzt die Technologie in Dortmund.

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Spielfreude an der Digitalisierung

Spielfreude an der Digitalisierung

In Dortmund waren neben den Fußballpionieren immer schon auch die Technologiepioniere heimisch. Daran hat sich nichts geändert. Es sind sogar noch mehr geworden.

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Jenseits der Vorstellungskraft

Markus Rall, Viality

Jenseits der Vorstellungskraft

Markus Rall, Viality

New Reality Tech kann einiges mehr als bloß Zeit vertreiben. Spaß darf es trotzdem machen – umso besser kommt’s an. In Dortmund stößt man auf Schlüsselfiguren.

Tausende Touristen aus allen Teilen der Welt – und das an einem einzigen Wochenende: So etwas schaffte in Dortmund bis dato nur die Meisterschale. Bis in der BVB-City so begehrte Pokémons wie Schlingking freigelassen wurden und 170.000 von Australien bis Italien ihre Stuben verließen, um in der Ruhrmetropole kleine Drachen zu fangen. Nicht in echt natürlich, nur am Smartphone – per Augmented-Reality-App.

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